{"id":20,"date":"2013-03-04T14:30:20","date_gmt":"2013-03-04T14:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/89.238.76.97\/vilswanderer_entwurf\/?page_id=20"},"modified":"2024-08-06T05:12:31","modified_gmt":"2024-08-06T05:12:31","slug":"woerterbuch-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/vilswanderer.de\/?page_id=20","title":{"rendered":"W\u00f6rterbuch"},"content":{"rendered":"<h3>Oberpf\u00e4lzer W\u00f6rter und Ausdr\u00fccke, gesammelt vom Vilswanderer<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Der Oberpf\u00e4lzer Dialekt ist wie auch alle anderen Dialekte regional bezogen und Sprachverschiebungen finden manchmal schon innerhalb nur weniger Kilometer Entfernung von einem Dorf zum anderen statt. Ein vollst\u00e4ndiges W\u00f6rterbuch des Oberpf\u00e4lzischen zu erstellen scheint mir ein fast unm\u00f6gliches Anliegen, kann es doch immer nur regional bezogene Anspr\u00fcche befriedigen. Es gibt nat\u00fcrlich bereits viele Ver\u00f6ffentlichungen und auch interessante Internetseiten \u00fcber den Oberpf\u00e4lzer Dialekt. Ein Dialekt ist keine amtliche Landessprache. Er wird gepr\u00e4gt von den Einheimischen und ihren Erfahrungen durch die Jahrhunderte. Dieses W\u00f6rterbuch entstand durch viele Gespr\u00e4che mit Menschen (oft im Wirtshaus), im &#8222;Daher Reden&#8220;, mit Freunden, Bekannten und Fremden, die ohne es zu wissen in der Unterhaltung ein interessantes Oberpf\u00e4lzer Dialektwort gebraucht haben. Einen Zetel und Stift hatte ich immer dabei. So entstand (und entsteht immer noch) dieses W\u00f6rterbuch. Bewusst verzichtete ich darauf in anderen W\u00f6rterb\u00fcchern \u00fcber das Oberpf\u00e4lzische abzuschreiben. Gemeinsame Worte sind also rein zuf\u00e4lliger Natur.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Das Oberpf\u00e4lzer \u201eBellen\u201c und &#8222;Jaulen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Oberpf\u00e4lzischen gibt es einige Stimmlautbetonungen von A, E, I, O, U, die sich in der Aussprache vermischen und keine eigene Vokalschreibweise besitzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Oberpf\u00e4lzer Heimatforscher Franz Xaver Sch\u00f6nwerth (geb. 16. Juli 1810 in Amberg; gest. 24. Mai 1886 in M\u00fcnchen) spricht in seinem ersten Band &#8222;Sitten und Sagen aus der Oberpfalz&#8220; von der gotischen Lautbrechung. Die Oberpf\u00e4lzisch eigenwilligen Vokalvermischungen und -betonungen kommen seiner Meinung aus dem Gotischen Sprachgebrauch. Selbige siedelten in den ersten Jahrhunderten n. Chr. n\u00f6rdlich der Donau.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Um diese Vokalvermischungen besser zu verstehen, hilft hier als Beispiel die Aussprache der Englischen W\u00f6rter to go (gehen) oder auch to know (wissen). Die Hauptbetonung folgt beim \u201eto go\u201c mit dem Laut O oder U. Wobei das O auch kein eindeutiges O ist, sondern ein O, das in ein U \u00fcbergeht. Zus\u00e4tzlich wird dem &#8222;OU&#8220; noch das kurz intoniertes \u201eVerlegenheits-A\u201c vorgeschoben. Das \u201eVerlegenheits-A\u201c bleibt quasi im Hals stecken und wird nicht als stimmliches A ausgesprochen. Es ist identisch mit der Aussprache des unbestimmten Artikels a (\u0259) im Englischen. In der genau zerlegten Aussprache also: &#8222;to gaou&#8220;. Viele Oberpf\u00e4lzischen W\u00f6rter mit einem A oder U oder Uh am Ende, werden als AOU gesprochen. Die Lautschrift f\u00fcr aou = (\u0259). Beispiel: Der Schuh wird zu \u201eSchaouh\u201c, Die Kuh wird zu \u201eKaouh\u201c oder das Beiwort (Adverb) &#8222;da&#8220; wird zu \u201edaou\u201c (\u0259).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In vielen aufgeschriebenen Oberbayrischen Mundarttexten wird auf das A in dieser Schreibweise verzichtet. \u201eKaou\u201c (\u0259) wird meist als \u201eKou\u201c geschreiben. Ich erlaube mir an dieser Stelle eine neue Schreibweise mit drei Vokalen verbunden, anzubieten. Auch Franz Xaver Sch\u00f6nwerth spricht das schwierige Thema der Lautschreibung mit den speziell auf die Oberpfalz bezogenen drei Vokalen in seinem bereits erw\u00e4hnten Werk an. Das A an erster Stelle wird in der Intonation immer kurz vorgesprochen.<br \/>\nNehmen wir das Wort die \u201eKaou\u201c (\u0259) in der Mehrzahl, dann werden daraus \u201ed \u0301 Ke\u00e4i\u201c (e\u026a) (= die K\u00fche). Dies ist ein\u00a0weiterer besonderer Vokal, der nicht eindeutig geschrieben werden kann. Das E vermischt sich mit einem \u00c4 und am Ende wird noch ein I angeh\u00e4ngt. Beispiele hierzu w\u00e4ren: &#8222;Jetzt geh&#8220;, wird zum \u201ejetzt ge\u00e4ih\u201c (e\u026a). Sch\u00f6n wird zum &#8222;sche\u00e4i&#8220; (e\u026a). Hier kann die Aussprache der englischen W\u00f6rter to lay (legen) oder to say (sagen) helfen. Die Lautschrift f\u00fcr &#8222;e\u00e4i&#8220; = e\u026a.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doppelte Vokalaussprachen werden in der Sprachwissenschaft als Diphtong (= Zwielaut, aus dem Griechischen) bezeichnet. Der Oberbayer w\u00fcrde das Wort Bub als \u201eBua\u201c aussprechen. U und A sind ein Diphtong. Im Oberpf\u00e4lzischen aber wird daraus ein \u201eBaou\u201c (\u0259). Dem Oberpf\u00e4lzer Dialekt gen\u00fcgen die Diphtonge allein nicht, er br\u00e4uchte einen Tritong (Dreilaut). Die Lautschrift f\u00fcr das sog. Oberpf\u00e4lzer Bellen &#8222;aou&#8220; (\u0259) und das sog. Oberpf\u00e4lzer Jaulen &#8222;e\u00e4i&#8220; (e\u026a) wird im W\u00f6rterbuch angegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieses W\u00f6rterbuch will nicht alle W\u00f6rter des Dudens ins Oberpf\u00e4lzische \u00fcbersetzt anbieten, sondern Wert auf Besonderheiten legen. Dem interessierten Leser soll der generelle Hinweis gen\u00fcgen, dass die Vokale A, E, I, O, U, im allgemeinen Oberpf\u00e4lzischen Sprachgebrauch sehr h\u00e4ufig mit aou (\u0259) oder e\u00e4i (e\u026a) ersetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Weitere Besonderheiten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Befindet sich am Wortende ein G mit einem E, wie beispielsweise bei dem Wort Plage, so verschwindet dieses E im Oberpf\u00e4lzischen Dialekt und wird zugunsten des Ch \u0301 unterschlagen.\u00a0Plage wird als \u201ePlaouch\u201c oder \u00f6rtlich auch &#8222;Ploch&#8220; (mit einem langezogenen o) ausgesprochen. Die Schl\u00e4ge werden zu die \u201eSchlech\u201c. Ein\u00a0Sprachumstand der nicht immer, aber doch des \u00f6fteren auftaucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Das Auslassungszeichen oder Hochkomma, der sogenannte Apostroph kann in der umgangssprachlichen Dialekteschreibweise bei der Auslassung eines Buchstaben an dessen Stelle gesetzt\u00a0werden. Wie und wann, oder ob das Hochgkomma \u00fcberhaupt gesetzt werden soll, ist in der\u00a0sprachwissenschaftlichen Schreibweise eines Dialektes ein strittiger Punkt. In diesem\u00a0W\u00f6rterbuch wird das Hochkomma dann im Wortanfang, in der Wortmitte oder am Wortende gesetzt, wenn ein\u00a0Stimmlaut (Vokal) oder Mitlaut (Konsonant) in der Aussprache unterschlagen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die n\u00f6rdliche Oberpfalz, begrenzt durch St\u00e4dte wie Mitterteich oder Tirschenreuth erf\u00e4hrt einen Einschlag des Unterfr\u00e4nkischen. Im Westen und Nordwesten, um Neumarkt finden sich sprachliche Ber\u00fchrungen mit dem Mittelfr\u00e4nkischen und Oberbayrischen Dialekt. Die \u00f6stliche Grenze zur Tschechei stellt sicher eine Besonderheit dar, weil hier die Ber\u00fchrung mit der B\u00f6hmischen Kultur aus der \u00d6sterreich-Ungarischen Monarchie bis 1918 Bestand hatte. Auch noch \u00e4ltere Einfl\u00fcsse aus dem Slawischen und die eigenst\u00e4ndige Sprachentwicklung der Sudetendeutschen im \u00f6sterreich-ungarischen, sp\u00e4ter tschechischen Grenzland beeinflussen den Oberpf\u00e4lzer Dialekt. Das Ostoberpf\u00e4lzische, ungef\u00e4hr ab der Stadt Weiden ist sprachlich in hohem Mas von dem typischen \u201eOberpf\u00e4lzer Bellen\u201c (wie oben beschrieben) durchdrungen. Im S\u00fcden von Regensburg bis Bad K\u00f6tzting finden sich Ber\u00fchrungen mit dem Niederbayrischen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\">Eine interessante Feststellung wird der Reisende in einigen Oberpf\u00e4lzer Gegenden bei der H\u00f6flichkeitsanrede, beispielsweise in einem Wirtshaus, Gesch\u00e4ft oder einer Pension machen. Hier fr\u00e4gt die Bedienung, Verk\u00e4uferin oder Zimmerwirtin oft noch auf die altoberpf\u00e4lzische Weise in der dritten Person: \u201eWos mecht \u0301 a \u0301 nau`\u201c? (Was m\u00f6chte er denn gern?) oder \u201eWaou kummt a \u0301 n \u0301 her\u201c (Wo kommt er denn her?). In der Mehrzahl w\u00fcrde das &#8222;eng&#8220; zum Einsatz kommen, was sowohl f\u00fcr &#8222;euch&#8220; und &#8222;ihr&#8220; oder die H\u00f6flichkeitsanrede &#8222;Sie&#8220; benutzt wird. Beispiel: &#8222;Wos megts \u00b4n eng&#8220;? (Was m\u00f6chten Sie? bzw. Was m\u00f6chtet ihr?). Klarer w\u00e4re das &#8222;Eana&#8220;. &#8222;Wos derf i\u00b4 Eana na\u00b4 bringa\u00b4&#8220; (Was darf ich Ihnen denn bringen). Diese Ansprachen kommen zum Einsatz, wenn Unsicherheit \u00fcber die H\u00f6flichkeitsanrede \u201eSie\u201c, &#8222;Ihr&#8220; oder das freundschaftliche \u201eDu\u201c besteht. Dies geschieht beispielsweise bei einem entfernten Bekannten, mit dem man aber bisher noch nicht zum Reden gekommen ist. Eine gebr\u00e4uchliche Anrede war fr\u00fcher (vor 1900 bis ca. 1950) der Gebrauch der dritten Person\u00a0 bzw. H\u00f6flichkeitsform der Kinder gegen\u00fcber den Eltern. Beispiel: \u201eMegt\u00a0 \u0301s\u00a0 wos essen, Muada&#8220; oder \u201eMegt \u0301s eng wos essen, Muada&#8220; \u2013 &#8222;M\u00f6chtet ihr etwas essen, Mutter.\u201c oder &#8222;M\u00f6chten sie etwas essen, Mutter.\u201c Dieser Sprachumstand war nicht nur in der Oberpfalz sondern im gesamten S\u00fcddeutschen Raum gebr\u00e4uchlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Zahlen:<\/strong><br \/>\neins \u2013 oins, oans<br \/>\nzwei \u2013 zwoa (\u0259), zwoi<br \/>\ndrei \u2013 drei<br \/>\nvier \u2013 ve\u00e4ira, ve\u00e4ia, viere<br \/>\nf\u00fcnf \u2013 finf, finfe, f\u00fcmf<br \/>\nsechs \u2013 sechs, sechse<br \/>\nsieben \u2013 sieb\u00b4n, seib\u00b4ne, siem<br \/>\nacht \u2013 acht, achte<br \/>\nneun \u2013 nein, neine<br \/>\nzehn \u2013 zehn, zehne, ziane<br \/>\nzwanzig \u2013 zwans\u00b4g, zwans\u00b4ge<br \/>\neinundzwanzig \u2013 oinazwans\u00b4g<br \/>\ndreissig \u2013 dreissg, dreiss\u00b4ge<br \/>\nf\u00fcnfzig \u2013 fuchtzg, fuchtz\u00b4ge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Artikel:<\/strong><br \/>\nDer \u2013 Da \u0301 (a \u0301 = \u0259, wie das englische a), Beispiel: Da\u00b4 Baou = Der Bub<br \/>\nDie \u2013 De\u00e4i (e\u026a) oder oft nur als D\u00b4 vor das Hauptwort gesprochen. Beispiel: D\u00b4 Leit\u00b4 = Die Leute<br \/>\nDas \u2013 Des, \u00b4s, Beispiel: \u00b4s Kind = Das Kind<br \/>\nEin \u2013 A\u00b4 (\u0259)<br \/>\nEine \u2013 A\u00b4 (\u0259)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die pers\u00f6nlichen F\u00fcrw\u00f6rter:<\/strong><br \/>\nich &#8211; i\u00b4<br \/>\ndu &#8211; du oder auch nur d\u00b4, Beispiel: &#8222;Kennst d\u00b4 de\u00e4i?&#8220; (e\u026a) = &#8222;Kennst du die?&#8220;<br \/>\ner &#8211; er, a\u00b4, oft auch nur als ein im Hals steckendes A ausgesprochen, Beispiel: &#8222;Kann a\u00b4 des?&#8220; = &#8222;Kann er das?&#8220;<br \/>\nsie &#8211; sie, s\u00b4. Beispiel: &#8222;Kann s\u00b4 des?&#8220; = &#8222;Kann sie das?&#8220;<br \/>\nes &#8211; es oder \u00b4s (im Oberpf\u00e4lzischen wird das e l\u00e4nger gezogen als normal). &#8222;Des is\u00b4 \u00b4s&#8220; = &#8222;Das ist es&#8220;<br \/>\nwir &#8211; mir, ma\u00b4, Beispiel: &#8222;Geh\u00b4 ma\u00b4!&#8220; = &#8222;Gehen wir!&#8220;<br \/>\nihr &#8211; ihr oder eng. Beispiel: &#8222;Wo geht\u00b4s na\u00b4 eng hi\u00b4?&#8220; = &#8222;Wo geht ihr denn hin?&#8220;<br \/>\nihnen in der H\u00f6flichkeitsform = eana,<br \/>\neuch = aich oder eng<br \/>\nsie &#8211; sie oder nur \u00b4s. Beispiel: &#8222;Dau kumma \u00b4s ja endlich&#8220; = &#8222;Da kommen sie ja endlich&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Einige Hilfszeitw\u00f6rter:<\/strong><br \/>\nd\u00fcrfen &#8211; derf\u00b4n, derm, Beispiel: &#8222;Des derf\u00b4n\/derm ma\u00b4 niat&#8220; = &#8222;Das d\u00fcrfen wir nicht&#8220;<br \/>\nhaben &#8211; ho\u00b4, hob\u00b4, Beispiel: &#8222;Wos ho\u00b4\/hob\u00b4 i\u00b4 nau\u00b4 davo\u00b4?&#8220; = &#8222;Was habe ich denn davon?&#8220;<br \/>\nh\u00e4tte &#8211; h\u00e4in\u00b4, h\u00e4id\u00b4 (e\u026a), Beispiel: &#8222;Wos h\u00e4in\u00b4\/h\u00e4id\u00b4 i\u00b4 nau dua soll\u00b4n?&#8220; = &#8222;Was h\u00e4tte ich denn tun sollen?&#8220;<br \/>\nk\u00f6nnen &#8211; kinna, Beispiel: &#8222;Kinna vor lauta Lacha\u00b4&#8220; = &#8222;K\u00f6nnen vor lauter Lachen&#8220;<br \/>\nkann &#8211; ko, Beispiel : &#8222;Des ko\u00b4 i\u00b4 niat&#8220; = &#8222;Das kann ich nicht&#8220;<br \/>\nm\u00fcssen &#8211; maou (\u0259), Beispiel: &#8222;I\u00b4 maou ge\u00e4i&#8220; = &#8222;Ich mu\u00df gehen&#8220;<br \/>\nsein &#8211; sa\u00b4, Beispiel: Des ko\u00b4 niat sa\u00b4= &#8222;Das kann nicht sein&#8220;, &#8222;Lau des sa\u00b4!&#8220; = &#8222;La\u00df das sein!&#8220;<br \/>\nwerden &#8211; wer\u00b4n, Beispiel: &#8222;De\u00e4i (e\u026a) wer\u00b4n \u00b4s scho\u00b4 sehng&#8220; = &#8222;Die werden es schon sehen&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Wochentage:<\/strong><br \/>\nMontag \u2013 Monta \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz, Westoberpfalz), Montoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nDienstag \u2013 Irta \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz), Diensta\u00b4 (Westoberpfalz), Dienstoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nMittwoch \u2013 Micha \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz), Miedwoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nDonnerstag \u2013 Pfingsta \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz), Dunnerschta\u00b4 (Westoberpfalz), Dunnerschtoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nFreitag \u2013 Freida \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz, Westoberpfalz), Freitoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nSamstag \u2013 Samsta \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz, Westoberpfalz), Samstoch (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nSonntag \u2013 Sunnta \u0301 (\u0259) (Ostoberpfalz, Westoberpfalz), Sunntoch (mittlere Oberpfalz)<\/p>\n<p><strong>Einige originelle Oberpf\u00e4lzer Orts-, Stadt- und Landbezeichnungen:<\/strong><br \/>\nAschriat &#8211; Kainsricht (Ort bei Illschwang)<br \/>\nBaouch &#8211; &#8222;Buch&#8220; = Mendorferbuch<br \/>\nBe\u00e4imisch (e\u026a) &#8211; B\u00f6hmisch, dem B\u00f6hmerwald zugeh\u00f6rig<br \/>\nBe\u00e4inbrunn &#8211; Bittenbrunn, von &#8222;beten f\u00fcr Brunnen&#8220;<br \/>\nBlaschtoi &#8211; Pleystein<br \/>\nEscherwo &#8211; Windischeschenbach<br \/>\nEslarner Bock\u00b4l &#8211; Name f\u00fcr die Eisenbahn zwischen Neustadt WN und Eslarn, Strecke ist heute ein Radweg<br \/>\nGamerschdorf &#8211; G\u00e4rmersdorf (bei Amberg)<br \/>\nGaoukah\u00f6lzl &#8211; Wald zwischen Bittenbrunn und Garsdorf<br \/>\nGoas\u00b4nland &#8211; Das Land der Ziegen (fr\u00fchere Regionsbezeichnung f\u00fcr das Vilstal ab Ensdorf bis Kallm\u00fcnz)<br \/>\nGrafariath &#8211; Grafenreuth (Dorf)<br \/>\nHundst\u00fcrkei &#8211; Gegend zwischen Garsdorf, Hirschwald und Mendorferbuch (Erste Erkl\u00e4rung: Die Adelsgeschlechter Mendorfer und Buchner verweigerten um 1580 die von den angeblich zu dieser Zeit anwesenden t\u00fcrkischen Besatzern erhobene Steuer. Zweite Erkl\u00e4rung: Die Abgelegenheit der Gegend &#8222;wo nur noch Hunde hausen&#8220;. Sp\u00e4tmittelalterliche Vorstellung von der T\u00fcrkei)<br \/>\nHeft\u00b4n &#8211; Speckmannshof (Ort bei Amberg)<br \/>\nIsling &#8211; Eslarn<br \/>\nKi\u00b4schtoa (auch Ki\u00b4schta) &#8211; K\u00f6nigstein<br \/>\nKounderer &#8211; Konnersreuth<br \/>\nLaterhof &#8211; Lauterhofen (Dorf)<br \/>\nMang &#8211; M\u00e4hring<br \/>\nMaoura (\u0259)\u00a0&#8211; Bach Murach und auch Name f\u00fcr den Ort Noedermurach, wohlgemerkt nicht Obermurach<br \/>\nMaousba \u0301 (\u0259) \u2013 Moosbach (Dorf)<br \/>\nNo\u00b4- Naab (Fluss)<br \/>\nOx\u00b4nsull\u00b4n &#8211; Ursensollen (Dorf)<br \/>\nRabaz \u2013 Marktredwitz (Stadt an der Grenze zu Franken)<br \/>\nRe\u00e4i\u00b4n (e\u026a) &#8211; Rieden (Markt im Vilstal)<br \/>\nRengschburch \u2013 Regensburg (UNESCO Stadt)<br \/>\nSitza\u00b4baou &#8211; Sitzambuch (Dorf)<br \/>\nSchnau\u00b4n dorf &#8211; Fr\u00fchere Bezeichnung f\u00fcr den n\u00f6rdlich der Vils gelegenen Teil Riedens, dort findet die j\u00e4hrliche &#8222;Spotz\u00b4nkirwa&#8220; statt<br \/>\nSchnoit\u00b4nb\u00e4ck &#8211; Schnaittenbach (Stadt)<br \/>\nScht\u00e4inschtoi &#8211; St\u00f6rnstein (Dorf)<br \/>\nTschitscherlboch \u2013 Windischeschenbach (Stadt), siehe auch Escherwo<br \/>\nUpo &#8211; Ursulapoppenricht<br \/>\nVe\u00e4chta (e\u026a) &#8211; Oberviechtach<br \/>\nWalmicha &#8211; Waldm\u00fcnchen<br \/>\nWilnau &#8211; Wildenau (Markt)<br \/>\nWoihaus &#8211; Waidhaus (Dorf)<br \/>\nWolfsba\u00b4 (\u0259) &#8211; Wolfsbach<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Redensarten und Spr\u00fcche:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">A\u00b4 ge\u00e4ih (e\u026a) \u2013 Ach geh; sinngem\u00e4\u00df: Was du nicht sagst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Af da \u0301 Brennsupp\u00b4n daher g\u00b4schwumma (i\u00b4 bin doch niat&#8230;) &#8211; Ich bin doch nicht auf der Einbrennsuppe daher geschwommen &#8211; ich bin doch nicht dumm = ich kenn\u00b4 mich schon aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Af d\u00b4 Nacht &#8211; In der Nacht, z. B. Kumm\u00b4 af d\u00b4 Nacht! = Komm\u00b4 in der Nacht!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">A\u00b4 Gosch\u00b4n anh\u00e4nga &#8211; Jemandem nachmaulen, nachschimpfen bis hin zu verleumnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">A\u00b4 He\u00e4ich (e\u026a) ho\u00b4bn &#8211; Eine H\u00f6he haben = Einen Rausch haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">An Sylvester is\u00b4 a\u00b4 Hahnenfu\u00df, bis Dreikine` a\u00b4 Hirschensprung, an Lichtmess is\u00b4scho\u00b4a ganze Schtund\u00b4. An Sylvester ist es ein Hahnenfu\u00df, an Heilig Dreik\u00f6nig ein Hirschensprung, an Lichtmess (40 Tage nach Weihnachten) ist es schon eine ganze Stunde &#8211; Spruch ab der Sonnenwende an heilig Abend, 24. Dezember, f\u00fcr das nach und nach langsame l\u00e4ngere Hellwerden der Tage.<\/p>\n<p>Bist a\u00b4 niat auf d\u00b4 Gosch\u00b4n g\u00b4fall\u00b4n &#8211; Bist auch nicht auf den Mund gefallen. Redest auch so, wie dir der Schnabel gewachsen ist. Redest auch gerade heraus, was du meinst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Da haut \u0301s da \u0301 d\u00b4 \u0301Schoit \u0301n ause &#8211; Das ist f\u00fcr meine Begriffe zu viel, Das geht nicht mir nicht in den Kopf (Ostoberpfalz).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dau mau\u00dft fei weit ge\u00e4ih\u00b4 (e\u026a) &#8211; Da mu\u00dft du in jedem Fall weit gehen&#8230;bis du so etwas findest. Bekundung und Ehrerbietung eines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Umstandes oder Erlebnisses.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dau mua\u00dft aufpass\u00b4n wia a\u00b4 Haftlmacher &#8211; Da mu\u00dft du aufpassen wie ein Haftelmacher (= Beruf des \u00d6sen und Knopfherstellers an Kleidung, der besondere Aufmerksamkeit erfordert).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dau niat z\u00b4laous &#8211; Treib es nicht zu bunt (Nordostoberpfalz)<\/p>\n<p>Dem kannst beim Laff\u00b4n d\u00b4 Schaou afdoppl\u00b4n &#8211; dem kannst du w\u00e4hrend des Gehens die Schuhsohlen aufdoppeln = beschlagen, d. h. der geht extrem langsam,\u00a0 der ist im Arbeitstempo sehr tr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Dem wir\u00b4 i\u00b4 scho\u00b4 d\u00b4 Wad\u00b4ln fire richt\u00b4n &#8211; Dem werde ich die Waden schon nach vorne ausrichten,. Im \u00fcbertragenen Sinn: Den werde ich schon auf die richtige Linie bringen, Dem werde ich schon so zusetzen, dass er auf der richtigen Spur weiterf\u00e4hrt\/weiter arbeitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der raucht koan Guad\u00b4n &#8211; Der raucht keinen Guten = Der ist nicht gut aufgelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">d\u00e4ar\u00b4 ma\u00b4 \u00b4s, da\u00b4 ma\u00b4 \u00b4s &#8211; Tun wir es?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">De\u00e4i (e\u026a) lob\u00b4 i\u00b4ma\u00b4 \u00fcber\u00b4n Schel\u00b4n Zwanziger &#8211; Bezogen auf eine Trumpfkarte im Spiel, Im \u00fcbertragenen Sinn: Auf die la\u00df ich nichts kommen.<\/p>\n<p>E\u00e4iamals (e\u026a)\u00a0 scho&#8216; = Ehemals schon, eigentlich schon, es ist\/war immer so \u00fcblich, dass&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eppa denesrst &#8211; Eben gerade deshalb, gerade darum.<\/p>\n<p>Frisst ma\u00b4 d\u00b4 Hoar vom Kopf, der&#8230; &#8211; Der frisst mir die Haare vom Kopf, im \u00dcbertragenen: Der macht mich arm.<\/p>\n<p>G\u00b4e\u00dfn war\u00b4, \u00b4etz wenn ner prieg\u00b4lt a scho war\u00b4 &#8211;\u00a0 Gegessen w\u00e4re, jetzt wenn nur gepr\u00fcgelt auch schon w\u00e4re. Ausspruch von Kindern, Jugendlichen oder Untergebenen. Sie bekamen in den fr\u00fcheren Zeiten der &#8222;schwarzen P\u00e4dagogik&#8220; oft nach dem sonnt\u00e4glichen Mittagessen ihre Pr\u00fcgelstrafe f\u00fcr etwaige Vergehen unter der Woche vom Hausherren oder Vater.<\/p>\n<p>Halt dei\u00b4 Fotz\u00b4n &#8211; Halt die Fotze = Halt den Mund.<br \/>\nHalt dei \u0301 Gosch \u0301n &#8211; Halt deinen Mund.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In\u00b4s G\u00b4hech kumma, In\u00b4d Hau kumma &#8211; Ins Gehege kommen = mit jemand \u00fcber etwas uneins sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Is\u00b4 des wauha, dass a\u00b4 Krauha in \u00b4am Jauha an Schepp\u00b4l Haua wachs\u00b4n laua ko\u00b4? &#8211; Ist das wahr, dass eine Kr\u00e4he in einem Jahr einen Sch\u00f6ppel Harre wachsen lassen kann? Oberpf\u00e4lzer Dialektspruch, wenn ein Fremder fragt: &#8222;Sag mal etwas typisch Oberpf\u00e4lzisches!&#8220;<\/p>\n<p>Jetz\u00b4 gehts mi \u00b4tm Oarsch auf d\u00b4 B\u00fcsch zaou &#8211; Jetzt geht es mit dem Hinterteil auf die B\u00fcsche zu = Jetzt geht\u00b4s ans Sterben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Joahr und Doch &#8211; w\u00f6rtlich: Jahr und Tag. Bedeutung: st\u00e4ndig, dauernd, sich ewig wiederholend.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kreiz Birnbaum Hollerschtaud&#8217;n \u2013 Fluch (Kreuz Birnbaum Holunderstaude).<\/p>\n<p>Liab\u00b4a an Mog\u00b4n verrenkt, als \u00b4m Wirt was g\u00b4schenkt &#8211; Lieber esse ich auf, obwohl ich nicht mehr kann oder es mir nicht schmeckt, als dass ich dem Gastwirt etwas auf dem Teller zur\u00fccklasse.<\/p>\n<p>Lump am Schtek\u00b4n, tanzt wie der&#8230; = Vogelscheuche , d. h. ein ausschweifender, wilder T\u00e4nzer, der beeindruckt.<\/p>\n<p>Ma Letter &#8211; Mein Lebtag. Beispiel: Des hob i&#8216; ja ma Letter nu&#8216; niat g&#8217;macht &#8211; Das hab ich ja meinen Lebtag noch nie gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mei\u00b4 Baou, mei\u00b4 Moidl &#8211; mein Junge, mein M\u00e4dchen. Ausspruch der Eltern f\u00fcr mein Sohn, meine Tochter.<\/p>\n<p>Oa\u00b4sch baous\u00b4n (\u0259) &#8211; Arsch hauen (Aschermittwochsbrauch in der Schmidtm\u00fchlener\/Burglengenfelder Gegend. Die Burschen gehen mit einem Bett und einem Hammer durchs Dorf und klingeln die ledigen M\u00e4dchen\/Frauen aus dem Haus. Das Brett wird auch den Oa\u00b4sch der Ledigen gelegt und mit dem Hammer darauf geschlagen, als Bezeichnung: &#8222;Bist \u00fcbrig blieb\u00b4n&#8220; oder &#8222;Hast noch keinen Mann&#8220;)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">O leck ey, O leck e mio, Aou (\u0259) leck, A\u00b4 leck mi doch&#8220; &#8211; gebr\u00e4uchliche Ausrufe bei einem Mi\u00dfgeschick oder aus Verwunderung im Bezug auf Menschen oder andere Dinge.<\/p>\n<p>Prost, dass d Gurgl niat verrost &#8211; Prosit, dass der Gaumen\/Speiser\u00f6hreneingang (Gurgel) nicht verrostet (Trinkspruch).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sack&#8217;l Zement no&#8217;mal \u2013 Sack Zement noch einmal = umgangssprchlicher Fluchspruch anstelle von Sakarament, weil es als S\u00fcnde galt dieses Wort direkt als Fluch zu benutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sch\u00e4eife\u00a0(e\u026a)\u00a0Abs\u00e4tz\u00b4und in je\u00b4m Schaouh\u00a0(\u0259)\u00a0a\u00b4 Loch, aber Saffa\u00b4, Saffa\u00b4 Saffa\u00b4damma doch &#8211; Schiefe Abs\u00e4tze und in jedem Schuh ein Loch, aber Saufen, saufen, saufen tun wir doch. Kirwalied (Kirchweihlied) und Gruppengesang auf Zusamenk\u00fcnften und Festen jedweder Art zur Best\u00e4rkung des Durchaltens beim Tanzen und Feiern im alkoholisierten Zustand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Reiter tschihi, wo reit\u00b4 ma\u00b4 nau\u00b4 hi\u00b4?<br \/>\nIns Stockerholz eina, han lauter Zigeiner.<br \/>\nHam Fentster ei\u00b4gschlog\u00b4n und Blei davo\u00b4 trog\u00b4n.<br \/>\nHam Kugl\u00b4n drau\u00df goss\u00b4n und Bauern derschoss\u00b4n.<br \/>\nReiter &#8222;tschihi&#8220;, wo reiten wir denn hin?<br \/>\nIns Geh\u00f6lz hinein, dort sind viel Zigeuner.<br \/>\nSie haben die Fenster eingeschlagen und Blei davon getragen.<br \/>\nSie haben Kugeln daraus gegossen und die Baueren erschossen.<br \/>\nRassistischer Kinderspruch aus dem Volksmund in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg bis ins Dritte Reich hinein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sammas &#8211; Abk.: Sind wir es?, im Sinn: Sind alle da?, K\u00f6nnen wir anfangen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sax \u0301n di \u2013 Fluchspruch.<br \/>\nSakra d\u00e4ia (\u0259) \u2013 Fluchspruch (Sakramente, die).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schindluder treib\u00b4n &#8211; Unfug machen, jemandem einen Streich spielen, etwas unsachgem\u00e4\u00df verrichten, jemanden betr\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">So g\u00e4nga d\u00e4i Gang &#8211; so gehen die G\u00e4nge = So geht es im Leben, So gehen die Dinge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vo\u00b4 latter &#8211; Vor lauter, Umschreibung f\u00fcr wegen dem Ganzen, wegen zuviel von.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">we\u00e4idaraw\u00f6ll &#8211; wie der nur will = so oder so, es passt schon so.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Walpern ge\u00e4ih (e\u026a) &#8211; \u00f6rtlich auch Wolpern oder Woipern &#8211; In der Walpurgisnacht vom 30. April auf den 1. Mai Nachts im Dunklen herumziehen und den Nachbarn Streiche spielen, wie z. B. die Gartent\u00fcre aus den Angeln h\u00e4ngen. Gegenst\u00e4nde aus dem h\u00e4uslichen Au\u00dfenbereich, die nicht eingesperrt oder angebunden sind, verstecken oder mit anderen Gegenst\u00e4nden aus der Nachbarschft austauschen.<\/p>\n<p>Wenn da Oarsch brummt, ist d\u00b4a Bauch g\u00b4sund &#8211; im \u00fcbertragenen Sinn: Der Pfurz\/Furz tut der Gesundheit gut.<\/p>\n<p>zadier di` ned &#8211; zerbrich dir nicht den Kopf<\/p>\n<p>zermater\/damater dir niat \u00b4es Hirn &#8211; martere\/peinige dir nicht das Gehirn<\/p>\n<p>Zicke zacke, zicke zacke, hoi hoi hoi &#8211; &#8211; identit\u00e4rer Schlachtruf des leutseeligen Vilsecker Kulturreferenten Adolf Kaiser 1922 + 1982<\/p>\n<p><strong>Alphabetische Reihenfolge in Oberpf\u00e4lzisch<\/strong><\/p>\n<p><strong>A<\/strong><br \/>\nA\u00b4 (\u0259) \u2013 Ach<br \/>\nA\u00b4 (\u0259) &#8211; Ein (unbestimmter Artikel) Beispiel: A\u00b4 Baou (\u0259) = ein Bub)<br \/>\na\u00b4 (\u0259) &#8211; an, Beispiel: Gi\u00b4 niat so a\u00b4 = Gib nicht so an<br \/>\na\u00b4 (\u0259) \u2013 auch (Abk\u00fcrzung), Beispiel: \u201eGibt\u2019s des a?\u201c = \u201eGibt es das auch?\u201c<br \/>\nAbade\u00e4ig\u00b4n (e\u026a) &#8211; Apotheke<br \/>\na\u00b4brammelt &#8211; angetrocknet (z. B. alte Essensreste in der Pfanne)<br \/>\naf (\u0259) \u2013 auf<br \/>\naffe (\u0259) &#8211; hinauf<br \/>\nafbrenna &#8211; &#8222;aufbrennen&#8220;, im Sinn von brandstiften<br \/>\nagrad &#8211; gerade<br \/>\na\u00b4haif\u00b4ln &#8211; anh\u00e4ufen im eher kleineren Sinn, z. B. einen Rosenstock an der Wurzel mit Erde anh\u00e4ufe(l)n<br \/>\naiamals, aimals (e\u026a) &#8211; ehemals, vormals, fr\u00fcher<br \/>\nAhrn &#8211; \u00c4hren, Korn\u00e4hern (Nordwestoberpfalz)<br \/>\n\u00e4iwich (e\u026a) &#8211; ewig<br \/>\naller, alla &#8211; leer<br \/>\naloa &#8211; allein<br \/>\na\u00b4mal \u2013 einmal, auch einmal<br \/>\nana\u00a0 &#8211; hinein<br \/>\naoura (\u0259) &#8211; hinab (siehe auch owe)<br \/>\n\u00e4ppa, \u00e4pps &#8211; wohl, ob, eben, wohl noch, Beispiel: &#8222;Mogst \u00e4ppa no\u00b4 Oins?&#8220; &#8211; &#8222;M\u00f6chtest du wohl noch ein&#8230; Bier?&#8220;<br \/>\naua, aura (\u0259) &#8211; hinab (siehe auch &#8222;owe&#8220;)<br \/>\nauwa (\u0259) &#8211; hinab (eher West- oder Nordoberpfalz)<br \/>\n\u00c4rpfel \u2013 Kartoffel, Erd\u00e4pfel, Kn\u00f6del\u00a0 (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\na\u00b4rand\u00b4ln (\u0259) &#8211; anecken, anstosen<br \/>\nasdirdl\u00b4n (\u0259) \u2013 ausflippen<br \/>\nasb\u00fcxt (\u0259) \u2013 ausgeb\u00fcchst , entwischt<br \/>\naumd\u00b4s (\u0259) \u2013 abends<br \/>\nawal &#8211; allerweil, st\u00e4ndig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>B<\/strong><br \/>\nB\u00e4 B\u00e4 \u2013 Ein schmutziges Etwas, das nicht angefasst oder aufgehoben werden soll<br \/>\nbacher &#8211; backen<br \/>\nBahm \u2013 Baum<br \/>\nBe\u00e4im (e\u026a) &#8211; B\u00f6hme, B\u00f6hmerl\u00e4nder<br \/>\nBe\u00e4imack (e\u026a) &#8211; Schimpfwort, B\u00f6hmack, B\u00f6hmischer Track, wie Botschack<br \/>\nb\u00e4ich\u00b4n (e\u026a)- br\u00fcllen, schreien<br \/>\nbe\u00e4ig\u00b4n (e\u026a) &#8211; schreien, laut rufen, br\u00fcllen, manchmal auch: weinen, siehe auch he\u00e4ina (e\u026a) und gre\u00e4ina<br \/>\nbe\u00e4ig\u00b4n (e\u026a) &#8211; biegen (hier wird das e im Kehlkopf etwas tiefer gesetzt ausgesprochen)<br \/>\nBagasch \u2013 Sippe, Meute, Truppe, Menschengruppe (franz\u00f6sisch-oberpf\u00e4lzisch), w\u00f6rtl. \u201eGep\u00e4ck\u201c<br \/>\nB\u00e4iberl &#8211; B\u00fcbchen, B\u00fcrschlein, Bub<br \/>\nBangert Baou (\u0259) \u2013 Bastard, uneheliches Kind (Bub)<br \/>\nB\u00e4nk \u2013 Bank, Sitzbank<br \/>\nBaou (\u0259) \u2013 Bub, Junge<br \/>\nBaperl &#8211; Aufkleber<br \/>\nbauern &#8211; bauen<br \/>\nBaoumazslaus (\u0259) &#8211; Bubenlaus, Klette<br \/>\nBawerladsch&#8217;n \u2013 Ungemach, chaotisches Etwas<br \/>\nB\u00e4iberl &#8211; Bub, B\u00fcbchen, B\u00fcrschchen<br \/>\nBe\u00e4ia (e\u026a) \u2013 Bier<br \/>\nbeianand &#8211; beieinander, \u00fcbertragener Sinn: zugekifft, im Rauschzustand, betrunken<br \/>\nBelle &#8211; Spielkarte Schellen 7, zweith\u00f6chster Trumpf der sog. &#8222;Kritisch\u00b4n&#8220; beim Watt\u00b4n<br \/>\n(siehe auch Max, Bise, Soach, Haut, Maschin\u00b4, Schloch)<br \/>\nbemps\u00b4n, hi\u00b4bemps\u00b4n &#8211; hinreden, anstreiten, anstupsen, nerven<br \/>\nBep&#8217;m, Bepp\u00b4n &#8211; Herpes<br \/>\nbenz\u00b4n, hi\u00b4benz\u00b4n &#8211; hintun, hinreden, nerven, anmachen<br \/>\nBerch &#8211; Berg<br \/>\nBettseuchala &#8211; Zuckerr\u00fcben (R\u00fcbensorte, die nach Verzehr zum Bettn\u00e4\u00dfen f\u00fchrt) siehe auch: seuchen<br \/>\nBettstad\u00b4l \u2013 Kleines Bett, Kinderbett<br \/>\nbig\u00b4lt \u2013 geb\u00fcgelt, auch in Bedeutung \u201egev\u00f6gelt\u201c<br \/>\nBiberl \u2013 ein junges H\u00fchnchen oder Ferdervieh (auch Ziferl)<br \/>\nBise &#8211; Spielkarte Eichel 7, dritth\u00f6chster Trumpf der sog. &#8222;Kritisch\u00b4n&#8220; beim Watt\u00b4n (siehe auch Max, Belle, Soach, Haut, Maschin\u00b4, Schloch), regional unterschiedlich auch Soach genannt<br \/>\nBisgurk\u00b4n\u00a0 &#8211; Bissgurke, Schimpfwort f\u00fcr Piesacker<br \/>\nBix\u00b4n &#8211; B\u00fcchse, auch Schimpfwort f\u00fcr umtreibige Frau\/M\u00e4dchen<br \/>\nbl\u00e4ck\u00b4n &#8211; schreien, weinen, heulen, auch: Die Zunge bl\u00e4ck\u00b4n = herausstrecken<br \/>\nBl\u00e4ih &#8211; Bl\u00fcte<br \/>\nBl\u00e4z\u00b4n &#8211; Bruchstelle, Delle, etwas Aufgebrochenes, herausgeschlagene Kante<br \/>\nbledern &#8211; knattern<br \/>\nblesch\u00b4n &#8211; extrem viel rauchen, Kette rauchen<br \/>\nblesch\u00b4n &#8211; saufen, sich betrinken<br \/>\nBleschl &#8211; Zunge<br \/>\nBloader\u00b4n (\u0259) \u2013 Blase<br \/>\nBlunz\u00b4n \u2013 Blase, auch fette Wurst, fette Frau (Schimpfwort)<br \/>\nbl\u00e4ck\u00b4n \u2013 die Zunge heraus strecken<br \/>\nble\u00e4id\u00b4ln (e\u026a) &#8211; bl\u00f6deln, Unsinn machen<br \/>\nBoarz\u00b4n &#8211; schmuddelige, versiffte Kneipe, Spelunke<br \/>\nbockschteif &#8211; bocksteif, extrem steif, extrem angespannt<br \/>\nBoder \u2013 Friseur, Bader\/Barbier<br \/>\nbollisch &#8211; stur, unnachbiebig<br \/>\nBolm &#8211; Ball (Ostoberpfalz)<br \/>\nBotschack, Potschack &#8211; Polack, Pole (umgangssprachliches Schm\u00e4h- oder Schimpfwort, )<br \/>\nBrau\u00b4n \u2013 Braten (Sonntagsbraten)<br \/>\nBratz\u00b4n &#8211; Finger, H\u00e4nde<br \/>\nBreck\u00b4l &#8211; St\u00fcckchen, kleiner Brocken<br \/>\nbredlbroat &#8211; &#8222;brettbreit&#8220; ausweitend, viel Platz beanspruchend<br \/>\nBritsch\u00b4n \u2013 eine Frau oder ein M\u00e4dchen, da\u00df die M\u00e4nner schnell um den Finger wickelt, leichtlebige Frau, auch Verf\u00fchrerin bis hin zur Hure<br \/>\nbresiert \u2013 es bresiert, es eilt<br \/>\nbretsch\u00b4n &#8211; laufen, rennen, flitzen, schnell fahren, sich schnell bewegen<br \/>\nbritsch\u00b4ln &#8211; mit dem Wasser\/im Wasser spielen, plantschen<br \/>\nbrietschnackert \u2013 splitternackt<br \/>\nbrogga &#8211; pfl\u00fccken, sammeln<br \/>\nbrunz\u00b4n \u2013 Urin ablasen<br \/>\nBrunzkoarter \u2013 f\u00fcnfter Mann beim Scharfkopfspiel; springt ein, wenn einer zur Toilette geht.<br \/>\nB\u00fclz&#8217;n \u2013 ein Balken, der aufgestapeltes Holz abst\u00fctzt<br \/>\nBump\u00b4l \u2013 Unterhose<br \/>\nBuscherer &#8211; Schlag, Donnerschlag, Plumps (siehe auch Duscherer)<br \/>\nButz\u00b4lke\u00e4ih (e\u026a)\u00a0&#8211; Butzlk\u00fche = Kiefernschalenfr\u00fcchte, die zum Anfeuern der Glut in einem Bratwurstrost benutzt werden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong style=\"font-size: inherit; color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;\">C<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>D<\/strong><br \/>\ndableck&#8217;n \u2013 jemanden schm\u00e4hen oder blo\u00dfstellen (siehe auch: &#8222;bleck \u0301n&#8220;)<br \/>\nd\u00e4iert &#8211; verwirrt, durchgedreht, ver\u00fcckt (\u00e4hnlich wie damisch)<br \/>\nDaiwin &#8211; T\u00e4ubin, weibliche Taube (siehe auch Dawerer oder Taberer)<br \/>\nDaller &#8211; Teller<br \/>\ndamisch &#8211; verwirrt, durchgedreht (auch \u00f6rtlich &#8222;dirmisch&#8220; oder &#8222;d\u00e4iert&#8220;)<br \/>\nDandler &#8211; Tandler (\u00f6sterreichisch), H\u00e4ndler<br \/>\nDapp \u0301n \u2013 Hausschuhe<br \/>\nDappa (\u0259) \u2013 Hausschuhe,<br \/>\nDappa (\u0259) \u2013 Fleck, Fingerabdruck, Schmutzabdruck an der Wand oder am Boden<br \/>\ndasig, dasich &#8211; diesig (Wetter)<br \/>\ndau (\u0259) \u2013 da<br \/>\ndau (\u0259) da &#8211; da dorten<br \/>\ndamatsch\u00b4n &#8211; zerdr\u00fccken<br \/>\ndamisch (auch dirmisch) &#8211; durcheinander, durchgedreht, schwindlig, dement<br \/>\nDant \u2013 Tacheles, etwas auf den Punkt bringen<br \/>\ndantl\u00b4n &#8211; etwas so dahin tuen, vernachl\u00e4ssigen (sieh auch d\u00fcmpl\u00b4n)<br \/>\nd\u00e4tsch\u00b4n, datsch\u00b4n &#8211; dr\u00fccken, zerdr\u00fccken<br \/>\nDatterer &#8211; Tatterer, Greis<br \/>\ndawal &#8211; derweil<br \/>\nDawerer &#8211; m\u00e4nnliche Taube, auch Bezeichnung f\u00fcr &#8222;Die Taubenz\u00fcchter&#8220;<br \/>\nDell\u00b4n &#8211; Delle (\u00f6rtlich auch D\u00f6ll\u00b4n oder Dull\u00b4n gesprochen, siehe auch Dullack\u00b4n)<br \/>\nDepperldokta &#8211; Psychologe<br \/>\nderdatscht, da\u00b4datscht &#8211; zerdr\u00fcckt, zermanscht, zerquetscht<br \/>\nderhud\u00b4ln &#8211; (sich) abhetzen, bis hin zu Tode hetzen<br \/>\nderhutz\u00b4n &#8211; wie derhud\u00b4ln<br \/>\nDipferl &#8211; Tupfer, Tr\u00f6pfchen<br \/>\nDire Dare &#8211; Geld<br \/>\nDoach &#8211; Teig<br \/>\nDoch \u2013 Tage (Mehrzahl von der Tag), das O wird lang gezogen ausgesprochen<br \/>\nDogg\u00b4n \u2013 Puppe (Ostoberpfalz)<br \/>\ndon &#8211; anderes Wort f\u00fcr durt\u00b4n = dort<br \/>\nD\u00f6llack\u00b4n &#8211; Delle (siehe auch Bl\u00e4z\u00b4n)<br \/>\nDollerwirl &#8211; Spinner, Kasperl, Narr<br \/>\nDotsch &#8211; Kartoffelpuffer, Reiberdatschi<br \/>\nDotsch\u00b4n &#8211; Einf\u00e4ltiger Mensch, Depp<br \/>\ndotschert &#8211; zerknittert, zerdr\u00fcckt (im Bezug auf Dinge), einf\u00e4lltig, ungeschickt, umst\u00e4ndlich (im Bezug auf Person)<br \/>\nDrahdiwixpfeiferl \u2013 Fingernudeln aus Mehl oder Kartoffelteig<br \/>\nDrack &#8211; Lausbub (sieh auch: Saudrack)<br \/>\ndramhappert \u2013 vertr\u00e4umt, schusselig<br \/>\ndrau\u00df\u00b4 &#8211; drau\u00dfen<br \/>\ndraz\u00b4n &#8211; jemanden \u00e4rgern, ansticheln, triezen<br \/>\ndr\u00e4am &#8211; dr\u00fcben<br \/>\ndruam &#8211; droben, oben (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nDrudsch\u00b4n, Drudscherl &#8211; eine unbeholfene, einf\u00e4ltige Frau, M\u00e4dchen<br \/>\nDullack\u00b4n = Delle (\u00f6rtlich auch D\u00f6llack\u00b4n)<br \/>\nDult &#8211; Volksfest, Jahrmarkt<br \/>\nd\u00fcmpl\u00b4n, dahin d\u00fcmpl\u00b4n &#8211; vernachl\u00e4ssigen, nachl\u00e4ssig sein<br \/>\ndurt\u00b4n &#8211; dort<br \/>\nDurt\u00b4n &#8211; Torte<br \/>\ndus\u00e4ert (e\u026a) &#8211; durcheinander, durchgedreht, schwerh\u00f6rig (siehe auch de\u00e4iert)<br \/>\nDuscherer &#8211; Regenschauer, Regendusche, herabfallendes Wasser (siehe auch Buscherer)<br \/>\nDutt&#8217;n \u2013 Titten, weibliche Br\u00fcste<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>E<\/strong><br \/>\ne \u0301 \u2013 Hey (Zuruf)<br \/>\ne\u00e4ier (e\u026a) &#8211; eher<br \/>\ne\u00e4ia\u00b4mals (e\u026a) &#8211; manchmal, ehemals, immer (siehe auch s\u00f6lmals)<br \/>\nei\u00b4 &#8211; hinein<br \/>\nEibrenn \u0301 \u2013 Einbrenne, Bechamelso\u00dfe<br \/>\neid\u00e4tscht, eidatscht &#8211; eingedr\u00fcckt<br \/>\neiwoikern &#8211; einweichen<br \/>\nelendich, elendiglich &#8211; elendig, hundselend<br \/>\netliche \u2013 einige<br \/>\nenk \u2013 euch, auch als H\u00f6flichkeitsanrede in der dritten Person \u201eIhr\u201c gebr\u00e4uchlich (Altoberpf\u00e4lzisch)<br \/>\neppa &#8211; eben (gelegentlich auch als &#8222;epps&#8220; ausgesprochen, ist aber eher oberbayrisch)<br \/>\nernterhal &#8211; auf der anderen Seite, vis a vis (Naabtaler Gegend)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>F<\/strong><br \/>\nfale, frale &#8211; freilich<br \/>\nFaou\u00df (\u0259) \u2013 Fu\u00df<br \/>\nfad &#8211; langweilig<br \/>\nFak \u0301l \u2013 Ferkel, ein kleines Schwein<br \/>\nFankerl &#8211; Spitzbub, Schelm (m\u00e4nnlich und weiblich gleich im Gebrauch)<br \/>\nfern &#8211; letztes Jahr (siehe auch: vorfern &#8211; vorletztes Jahr)<br \/>\nFett \u0301n \u2013 Fettso\u00dfe (beim Essen) \/ Unfett \u0301n \u2013 So\u00dfe mit weniger Fett (Ostoberpfalz)<br \/>\nfei \u2013 in jedem Fall (best\u00e4rkendes Beiwort), Beispiel: Sei fei anst\u00e4ndig<br \/>\nFeiertoch \u2013 Feiertage<br \/>\nfetz\u00b4n &#8211; rennen, flitzen<br \/>\nFifo &#8211; F\u00fcnf Euro (fr\u00fcher D-Mark) St\u00fcck<br \/>\nfischpern &#8211; fl\u00fcstern, wispern<br \/>\nFlai &#8211; Traditioneller Vorgang des W\u00e4schewaschens im Weiher oder Flu\u00df mit anschlie\u00dfendem Auslegen der W\u00e4sche zum Trocknen auf der Wiese<br \/>\nFlianggirg&#8217;l \u2013 &#8222;Fliegengeorg&#8220;, Tunichtgut, leichtlebiger Mensch<br \/>\nFl\u00e4tsch\u00b4n &#8211; griesgr\u00e4miges Gesicht, Grimase<br \/>\nFlankerl &#8211; Flegel, Lausbub<br \/>\nFlederer &#8211; Rausch, siehe auch beianand, Haich, Hefer\u00b4n, Seier, Zinterer<br \/>\nFlenk &#8211; anderes Wort f\u00fcr Flankerl<br \/>\nflentsch&#8217;n \u2013 weinen<br \/>\nFlins\u00b4n &#8211; Geld (Westoberpfalz)<br \/>\nFotz\u00b4nspangler &#8211; Zahnarzt<br \/>\nfr\u00e4hia &#8211; fr\u00fcher, ehemals<br \/>\nfre\u00e4ih (e\u026a) \u2013 fr\u00fch<br \/>\nfrale \u0301 \u2013 freilich (auch oft nur &#8222;fale&#8220; gesprochen)<br \/>\nFuada \u0301 (\u0259) \u2013 Futter,<br \/>\nFuada \u0301 (\u0259) \u2013 Ma\u00dfeinheit f\u00fcr eine Schaufel\/Heugabel voll, Beispiel: \u201ea\u00b4 Fuada Hei&#8220; (eine Gabel Heu)<br \/>\nf\u00fcrder &#8211; davor<br \/>\nfuata`- fortan, andauernd<br \/>\nfuchtich &#8211; erz\u00fcrnt, grantig, w\u00fctend, auch ungeduldig, aufgeregt<br \/>\nFufi &#8211; F\u00fcnfzig Euro (fr\u00fcher D-Mark) Schein<br \/>\nFus \u0301l \u2013 schlechter Schnapps<br \/>\nFus \u0301l \u2013 Stoffu\u00dfl, Staubfaden, z. B. auf dem Mantel<br \/>\nfuxdeif\u00b4lswild &#8211; fuchsteufelswild, sehr w\u00fctend oder aufgebracht<br \/>\nFuzerl &#8211; Kr\u00fcmmel, H\u00e4rrchen, Staubpartikel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>G<\/strong><br \/>\nGang (\u0259) \u2013 G\u00e4nge, sinngem\u00e4\u00df: \u201eso genga die Gang\u201c (so geht es eben dahin im Leben)<br \/>\ngach \u2013 heftig, extrem, krass (siehe auch grawotisch)<br \/>\nGackerla, Gackerl\u00b4n &#8211; Eier<br \/>\nG\u00e4nshenker &#8211; Geizkragen<br \/>\ngauer &#8211; gar<br \/>\nge\u00e4ih\u00b4 (e\u026a) \u2013 gehe, im Sinn: \u201eI \u0301 ge\u00e4ih jetz \u0301&#8220; (ich gehe jetzt) oder &#8222;Ah ge\u00e4ih` (Was du nicht sagst)<br \/>\ng&#8217;atzn \u2013 umst\u00e4ndlich oder schwer verst\u00e4ndlich sprechen<br \/>\nG\u00b4fech &#8211; Gefege, z. B. das Gefege mit dem Besen<br \/>\nG\u00b4freck, G\u00b4fret &#8211; widriger, unangenehmer, \u00e4rgerlicher Umstand, sinngem\u00e4\u00df: Wegen Dir habe ich &#8222;des G\u00b4freck&#8220;<br \/>\ng\u00b4freckt &#8211; gestorben, verendet<br \/>\nG \u0301fris \u2013 grimmiges Gesicht<br \/>\nG\u00b4hech &#8211; Gehege, umgangssprachlich sinngem\u00e4\u00df: &#8222;In\u00b4s G\u00b4hech kumma&#8220; = Mit jemandem uneins sein<br \/>\ngi \u0301 \u2013 gib, zum Beispiel: &#8222;Gi \u0301 a \u0301mal her&#8220; (gib einmal her)<br \/>\ng&#8217;haut \u2013 geschlagen<br \/>\ngi\u00b4tz &#8211; Abk.: gibt es, Beispiel: &#8222;Des gi\u00b4tz a\u00b4 niat&#8220; = &#8222;Das gibt es doch nicht&#8220;<br \/>\nGloif\u00b4l &#8211; unfreundlicher Bursche, R\u00fcppel<br \/>\nGloutsch\u00b4n &#8211; grobes Schuhwerk, Arbeitsschuhe<br \/>\nG\u00b4moi &#8211; Gemeinde<br \/>\ng \u0301moint \u2013 gemeint (aus dem Zusammenhang \u201eer hat gemeint\u201c)<br \/>\nGnal \u2013 Kn\u00e4uel, Wollkn\u00e4uel, Beispiel: \u201eDu bist a \u0301 Gnal\u201c = \u201eDu machst mir das Leben schwer\u201c<br \/>\ng \u0301naschig \u2013 vernascht, nach S\u00fc\u00dfigkeiten verlangend<br \/>\ngnaunz \u0301n \u2013 weinen, eher im Sinne eines k\u00fcnstlich erzeugten oder markierten Weinens<br \/>\ngoar \u2013 fertig, gar<br \/>\ngoar \u2013 gar, Beispiel: \u201eDes gaiht ja goar niat\u201c = \u201eDas geht ja gar nicht\u201c<br \/>\ngoell\u00b4n &#8211; stauchen, prellen,<br \/>\ngoell, gell, g\u00e4ll &#8211; Beiwort, um einen Satz zu unterstreichen, oft am Ende stehend, \u00e4hnlich: &#8222;Woist scho&#8220;<br \/>\nGoas \u2013 Ziege<br \/>\nGoasg\u00b4schau &#8211; vertr\u00e4umter, abwesender Blick<br \/>\ngochern &#8211; reden, sodern, eher im Sinn von daherschwafeln, Unsinn reden oder unn\u00fctz reden<br \/>\ng\u00f6ll\u00b4n &#8211; stauchen, prellen<br \/>\nGosch \u0301n \u2013 Mund<br \/>\nG\u00b4raf\u00b4l &#8211; Gerafel, Zeug, Dinge<br \/>\ngr\u00e4ina (e\u026a) &#8211; weinen (sieh auch: h\u00e4ina)<br \/>\ngrapsch\u00b4n &#8211; greifen, packen, auch anlangen, anfummeln<br \/>\nGraderer &#8211; Bei der Kartoffelernte anfallendes, welkes Kartoffelkraut<br \/>\nGrantler &#8211; ver\u00e4rgerter, missmutiger Mensch<br \/>\nGr\u00e4nz \u0301l \u2013 Halskragen, Beispiel: \u201eVerdrah \u0301 dein \u0301 Gr\u00e4nz \u0301l niat so.\u201c = \u201eVerdreh Deinen Hals nicht so.\u201c<br \/>\nG\u00b4raff\u00b4l &#8211; Geraffel = Zeug, Ware, Dinge, Beispiel: &#8222;Nimm dei\u00b4 G\u00b4raff\u00b4l mit!&#8220;<br \/>\nGrammert \u2013 Der zweite Grasabschnitt einer Wiese (nach dem Erstschnitt)<br \/>\nG\u00b4rangel &#8211; Gerangel, Gedr\u00e4nge bis hin zur Rauferei<br \/>\nGrant &#8211; \u00c4rger, Zorn<br \/>\ngrantich &#8211; zornig<br \/>\ngrawotisch &#8211; umtreibig, wild, ungehalten (aus dem \u00d6sterreichischen)<br \/>\nGrawl &#8211; Schimmel<br \/>\nG \u0301red \u2013 Gerede<br \/>\nGreider &#8211; Kraut, Unkraut, Gest\u00fcpp<br \/>\ng \u0301ribm \u2013 gerieben<br \/>\ng \u0301ribm\u00b4e Ga\u00b4scht\u00b4n &#8211; geriebene Gerste, eine oberpf\u00e4lzer Mehlspeise<br \/>\nGrieberer &#8211; Egge (lanwirtschaftliches Ger\u00e4t f\u00fcr Bodenbearbeitung)<br \/>\nG\u00b4rischberl, G\u00b4rischperl &#8211; Kleiner Mensch; Zartes, zerbrechliches Wesen (siehe auch Zeferl)<br \/>\nGro&#8216; \u2013 3 Dutzend (alte Ma\u00dfeinheit)<br \/>\ngrod \u2013 gerade<br \/>\nGrodl &#8211; Kr\u00f6te (sieh auch H\u00e4tsch)<br \/>\ngruscht\u00b4ln &#8211; kruschen, herum kramen, nach etwas suchen<br \/>\nG \u0301sang \u0301l \u2013 Gesang<br \/>\ng\u00b4schaftig &#8211; vorlaut, angeberisch, anschaffend<br \/>\nG&#8217;schaftlhuber \u2013 Besserwisse<br \/>\ng\u00b4schamig &#8211; sch\u00fcchtern, sich sch\u00e4mend<br \/>\ng\u00b4scheckert &#8211; bunt gemustert<br \/>\ng\u00b4schepp\u00b4lt &#8211; grob an den Haaren gepackt und hin- und her gesch\u00fcttelt, bis hin zum Haarb\u00fcschelausriss<br \/>\nG\u00b4schmarre &#8211; Schmarrn, Unsinn, albernes Gerede<br \/>\ng\u00b4schnappert &#8211; vorlaut, geschnappig<br \/>\nG\u00b4schopp, Geschoppe &#8211; Etwas, das unordentlich hineingeschoben oder hineingesteckt wird, z. B. Hemd in die Hose geschoppt<br \/>\ng&#8217;schpiem \u2013 gebrochen, sich \u00fcbergeben<br \/>\nG \u0301schpui \u2013 Spiel<br \/>\ng\u00b4schtazert &#8211; starr, steif, unbeweglich, ungelenk<br \/>\ng \u0301schtrecktderl\u00e4ngs \u2013 gestreckt in der L\u00e4nge, kerzengerade<br \/>\nG \u0301schwerl \u2013 Eine Gruppe Menschen mit eher negativem Ruf (siehe auch Bagasch)<br \/>\nG \u0301so \u2013 Spelzen und heruntergefallenes Stroh vom Dreschen (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nG \u0301stanz \u0301l \u2013 Volksgesang \u00fcber Begebenheit oder Person zu Blo\u00dfstellung oder Schm\u00e4hung.<br \/>\nguad &#8211; gut<br \/>\nGuad \u0301l \u2013 S\u00fc\u00dfigkeit (zum Naschen)<br \/>\nGutti \u2013 S\u00fc\u00dfigkeit<br \/>\nGuga \u0301n (\u0259) \u2013 T\u00fctte (Ostoberpfalz)<br \/>\ng\u00b4s\u00e4eiah, g\u00b4seng &#8211; gesehen<br \/>\nG\u00b4waf &#8211; Gerede, eher abwertend als Schimpfwort, Beispiel: &#8222;H\u00f6r auf mit dem G\u00b4waf!&#8220;<br \/>\ng\u00b4wampert &#8211; mit einem dicken Bauch (Wampe) ausgestattet<br \/>\ng\u00b4west, g\u00b4wen &#8211; gewesen<\/p>\n<p><strong>H<\/strong><br \/>\nHa &#8211; Ha (\u0259), Verst\u00e4rkendes Fragewort am Satzende, gesprochen wie das &#8222;A&#8220; (\u0259) beim Artikel &#8222;Ein&#8220; mit einem H davor, Z. B. &#8222;Kennst du des niat, ha?&#8220; = &#8222;Kennst Du das wirklich nicht?&#8220; Siehe auch &#8222;Wo&#8220;<br \/>\nHaba dere \u2013 Gru\u00df oder Abschiedswort, \u201eHabe die Ehre\u201c<br \/>\nhach\u00b4ln &#8211; necken, jemanden anspitzen, n\u00f6rgeln, nerven, streiten<br \/>\nHacht &#8211; Habicht<br \/>\nHai &#8211; Heu<br \/>\nHaig\u00b4n &#8211; Heu machen, g\u00b4haigt = geheut<br \/>\nHag \u0301lstecka (\u0259) \u2013 Spazierstock der einfachen Art, oft einfach nur eine Ast<br \/>\nhe\u00e4ian (e\u026a) &#8211; h\u00f6ren<br \/>\nh\u00e4ina &#8211; weinen<br \/>\nhantich &#8211; hantig, unsensibel, forsch, streng<br \/>\nHirl &#8211; ein bi\u00dfchen, ein wenig. Beispiel: &#8222;Gi\u00b4 ma\u00b4 mal a\u00b4 Hirl&#8220; = Gib mir doch ein kleines St\u00fcckchen, z. B. einen abgerissenen Brocken vom Brot. H\u00e4ufig benutztes Wort, wenn es ums Teilen geht.<br \/>\nHaigeig\u00b4n &#8211; Heugeige = extrem d\u00fcnner Mensch, auch Schimpfwort: Kratzb\u00fcrste, Biest<br \/>\nhaig\u00b4n &#8211; das Heu auf dem Feld umwenden<br \/>\nhalbscharig &#8211; unfertig, ungenau, zwiedeutig<br \/>\nhalich (\u0259) \u2013 heilig<br \/>\nH\u00e4ich &#8211; H\u00f6he, auch im Gebrauch: &#8222;Der hot a\u00b4 H\u00e4ich&#8220;. Der ist sehr ausschweifend, redseelig oder im Rauschzustand, siehe auch beianand, Flederer, Hefer\u00b4n, Seier, Zinterer<br \/>\nHaipl &#8211; Kopf, im Zusammenhang: Haipl &#8211; Salat = ein Kopfsalat oder ein Haipl Weisskraut<br \/>\nHallodri \u2013 Halunke<br \/>\nH\u00e4tsch &#8211; Kr\u00f6te (sieh auch: Grodl, Protz)<br \/>\nhammas &#8211; Abk.: &#8222;Haben wir es?&#8220; (siehe auch &#8222;sammas&#8220;)<br \/>\nHampa (\u0259) \u2013 Pferd (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nHamperer &#8211; ungest\u00fcmer, unb\u00e4ndiger Mensch<br \/>\nHaoust \u0301n \u2013 Husten<br \/>\nHaub\u00b4n &#8211; Haube, Kopfbedeckung, auch: Mei\u00b4 Haub\u00b4n = Mein Kopf<br \/>\nHaut oder d\u00b4 Haut &#8211; Vierth\u00f6chste Trumpfkarte beim Watt\u00b4n, die vor dem Spielbeginn in Zahl und Farbe angesagt wird (sieh auch Max, Belle, Bise\/Soach, Maschin\u00b4, Schloch)<br \/>\nHax&#8217;n &#8211; Bein, Fu\u00df &#8211; auch im Plural<br \/>\nhe\u00e4ina (e\u026a)\u00a0 \u2013 weinen<br \/>\nHe\u00e4id \u0301lbrumma\u00b4 (e\u026a) \u2013 Einer, mit dem nicht gut Hut tauschen ist, ein Betr\u00fcger<br \/>\nHeferl &#8211; Tasse<br \/>\nHefer\u00b4n &#8211; Rausch, siehe auch beianand, Flederer, Haich, Seier, Zinterer<br \/>\nHeiter &#8211; Pferd (sieh auch: Hampa)<br \/>\nHepperl &#8211; junges Geislein<br \/>\nHeita (\u0259) \u2013 Pferd (Ostoberpfalz)<br \/>\nHemadschwank&#8217;l (\u0259) &#8211; ein St\u00fcck vom Hemd, da\u00df aus der Hose heraush\u00e4ngt<br \/>\nHetscha, Hetscher &#8211; Wirrnis, Unsinn, Verwirrtheit, Bl\u00f6dheit, \u00f6rtlich auch Schluckauf. Beispiel: &#8222;Du hast ja an Hedscha&#8220; = &#8222;Du bist nicht klar im Kopf&#8220; oder &#8222;Du hast Schluckauf&#8220;<br \/>\nhetscher\u00b4n, verhetscher\u00b4n &#8211; schaukeln, wiegend tragen (z. B. ein Kind), auch verziehen, verw\u00f6hnen<br \/>\nHeucht\u00b4l &#8211; ein Mensch, der schlampig gearbeitet hat oder eine Aufgabe schludrig verrichtet hat, jemand der eigenartige Ansichten oder eine eigensinnige, verschrobene Herangehensweise an bestimmte Lebensumst\u00e4nde vertritt<br \/>\nheuglich, heuglig &#8211; eigen, aber mag nur bestimmte Sachen und andere nicht, \u00fcbertrieben w\u00e4hlerisch<br \/>\nhi \u0301 \u2013 hin, hinzu<br \/>\nhi\u00b4- hin, kaputt, nicht mehr zu gebrauchen, reparaturbed\u00fcrftig<br \/>\nhi\u00b4brez\u00b4n &#8211; hinfallen, st\u00fcrzen<br \/>\nhi\u00b4pems\u00b4n &#8211; hinsticheln, n\u00f6rgeln<br \/>\nHiarscht (\u0259) \u2013 Herbst (Summerhiarscht \u2013 Sp\u00e4tsommer von Mitte August bis zur Herbst\/Winter Sonnwende)<br \/>\nHimpa (\u0259) &#8211; Himbeere<br \/>\nhint\u00b4nauche\u00b4- hinterher, danach<br \/>\nhird \u0301l \u2013 ein bi\u00dfchen<br \/>\nHirnkast \u0301l \u2013 Gehirn, Beispiel: \u201eG\u00e4iht des in dei \u0301 Hirnkastl eine\u201c? = \u201eGeht das in dein Gehirn hinein\u201c?<br \/>\nhiesig &#8211; einheimisch<br \/>\nHoargascht (\u0259) \u2013 Sitzweil, zum Beispiel: Im Wirtshaus beisammen sitzen und sich unterhalten<br \/>\nHobernschtraou &#8211; Haferstroh<br \/>\nHoberleit \u0301n \u2013 kleines Haferfeld (siehe auch Leit\u00b4n)<br \/>\nHoderlump \u2013 unsauberer Geselle<br \/>\nHodern &#8211; Lappen zum Putzen<br \/>\nHoiba &#8211; Schwarzbeere (Chamer Gegend)<br \/>\nhoiglig &#8211; verw\u00f6hnt, verzogen. Mag nur bestimmt Sachen ,andere gar nicht, zum Beispiel beim Essen<br \/>\nHollerk\u00fcach\u00b4ln &#8211; Aus den Holunderstrauchbl\u00fcttenkelchen im Butterfett herausgebackenes,<br \/>\nkleines, rundes K\u00fcchlein<br \/>\nHolper &#8211; kleinw\u00fcchsige, wilde, feste Erdbeerart aus dem Lauterachtal<br \/>\nHolzlech \u2013 Ein Schuppen, in dem das Brennholz gelagert wird.<br \/>\nhoserd &#8211; nerv\u00f6s, unruhig, hibbelig (wie ein Hase)<br \/>\nHoserer \u2013 die Hasenz\u00fcchter, die Hasenhalter<br \/>\nHos \u0301n \u2013 Hose<br \/>\nHos \u0301n, Hus\u00b4n \u2013 Hase, Hasen (Einzahl und Mehrzal)<br \/>\nH\u00fch, H\u00fcll &#8211; Weiher,Teich (gebr\u00e4uchlich in der Gegend um Ammertal, Illschwang)<br \/>\nhuach\u00b4n &#8211; h\u00f6ren, horchen<br \/>\nhud\u00b4ln &#8211; (sich) hetzen, abhetzen, etwas schnell\/hektisch machen (sieh auch derhud\u00b4ln)<br \/>\nhundsstoamiad &#8211; &#8222;hundssteinm\u00fcde&#8220;, sehr m\u00fcde<br \/>\nHumpern &#8211; Gro\u00dfe Tasse, Krug<br \/>\nHuiper (\u0259) &#8211; Himbeere (Westoberpfalz)<br \/>\nHuni &#8211; Ein Hunderter, 100 Euro Schein, fr\u00fcher 100 DM Schein<br \/>\nhuza&#8217;n g\u00e4ih \u0301 (\u0259) \u2013 zum \u201eRatsch \u0301n\u201c gehen<br \/>\nHuas \u0301n (\u0259) \u2013 Hose (Ostoberpfalz)<br \/>\nHos \u0301n \u2013 Hose (mittlere Oberpfalz)<\/p>\n<p><strong>I<\/strong><br \/>\nibri \u0301 \u2013 \u00fcbrig<br \/>\niba d\u00fcba (\u0259) \u2013 oben dar\u00fcber, auch im Gebrauch: \u201eDer is \u0301\u00fcba d\u00fcba\u201c = \u201eDer ist \u00fcberdreht&#8220;<br \/>\nItaker &#8211; Italiener<br \/>\nis\u00b4 &#8211; Abk. f\u00fcr &#8222;ich es&#8220;, Beispiel: &#8222;Na\u00b4 lau\u00b4 is\u00b4 sa\u00b4&#8220; = &#8222;Dann la\u00df ich es sein&#8220;<br \/>\nI-Dipferl-Scheisser &#8211; Pedant, Am Unwichtigen festhaltender Mensch, &#8222;Korinthenkacker&#8220;<\/p>\n<p><strong>J<\/strong><br \/>\nJampsterer &#8211; Kumpel, Saufkumpan, &#8222;Amigo&#8220;, auch Liebhaber<br \/>\n(artverwandt mit &#8222;Haberer&#8220; aus dem \u00d6sterreichischen)<br \/>\njau (\u0259) \u2013 ja (Ostoberpfalz)<br \/>\nJauer (\u0259) \u2013 Jahr<br \/>\nJessas (\u0259) \u2013 Jesus, oft als Betroffenheitsauspruch: \u201eOh Jessas\u201c<\/p>\n<p><strong>K<\/strong><br \/>\nKal (\u0259) \u2013 Keil<br \/>\nK\u00e4i (e\u026a) &#8211; Kien, Kienspan<br \/>\nKaib \u0301l (\u0259) \u2013 junge Kuh<br \/>\nKaich \u0301l (\u0259) \u2013 K\u00fccherl, Eine rund ausgezogene, frittierte Teigware aus Mehl, Milch, Butter,Eiern,<br \/>\nHefe und Zucker<br \/>\nKamedi &#8211; Kom\u00f6diant, Schausteller (Allersburg\/Hohenburg)<br \/>\nkammp \u0301ln \u2013 k\u00e4mmen<br \/>\nKannape \u2013 Couch, Sofa (franz\u00f6sisch-oberpf\u00e4lzisch)<br \/>\nKannesbirl \u2013 Johannisbeere (Ostoberpfalz)<br \/>\nKannesfeier \u2013 Johannisfeuer (Sommersonnwendfeuer)<br \/>\nKaou (\u0259) \u2013 Kuh<br \/>\nKaoucha (\u0259) \u2013 Kuchen<br \/>\nKauderwelsch \u2013 unklares Gerede<br \/>\nKeitl &#8211; Beckenboden, Damm (siehe auch Reitl)<br \/>\nKib \u0301l \u2013 K\u00fcberl, Eimer<br \/>\nKine &#8211; K\u00f6nig<br \/>\nKienz \u0301n \u2013 ein Hautfetzchen, da\u00df zum Beispiel neben dem Fingernagel heraussteht<br \/>\nKinna &#8211; Kinder<br \/>\nKirb\u00b4n &#8211; Aus Bast geflochtener Korb, Trog, Tragekorb, Wanne, manchmal auch als Bezeichnung f\u00fcr einen dicken Bauch (Wamp\u00b4n)<br \/>\nKirm &#8211; dicker Bauch<br \/>\nkirzagrod, kirzngrod &#8211; kerzengerade<br \/>\nKirz\u00b4n &#8211; Kerze<br \/>\nKlamperl, Klamperla &#8211; kleineres Unwohlsein, Krankheitstendenz, Wehwehchen<br \/>\nKlaperla &#8211; hinten offene Sandalen zum Schnell-Hineinschl\u00fcpfen<br \/>\nKloiderhenk &#8211; Kleiderhacken, Garderobe<br \/>\nKlump \u2013 Gelumpe, etwas unbrauchbares, auch Plempl gennant<br \/>\nKluperla &#8211; W\u00e4scheklammern<br \/>\nKn\u00e4ert &#8211; Knecht (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nKne\u00e4ischwamma (e\u026a) &#8222;Kniepilze&#8220; = weiche Knie haben (Angst haben)<br \/>\nKnela (\u0259) \u2013 die Kn\u00f6del, Kl\u00f6\u00dfe<br \/>\nkoins &#8211; keines<br \/>\nKopperl \u2013 Aufsto\u00dfen (nach dem Essen)<br \/>\nKral &#8211; Vierzackiger Rechen zum Zusammenziehen des Mistes auf den Misthaufen (siehe auch Mistkral)<br \/>\nKramperbe\u00e4ierlsschtaun (e\u026a) &#8211; Schlehenhecke<br \/>\nKrampersbirl &#8211; Wacholder<br \/>\nKrax\u00b4n &#8211; Tragekorb<br \/>\nKrischperl &#8211; Zwerg, kleiner Mensch<br \/>\nKuch \u0301a (\u0259) \u2013 K\u00fcche (eher Ostoberpfalz)<br \/>\nKuddl\u00b4n &#8211; Innereinen, z. B. Kuddlsupp\u00b4n<br \/>\nKufern &#8211; Koffer (Mehrzahl)<br \/>\nKutt\u00b4nbrunzer &#8211; Schimpfwort f\u00fcr Geistliche im Ordensgewand (siehe auch: __Talarsoachl)<br \/>\nkutz\u00b4n &#8211; husten<br \/>\nKich \u2013 K\u00fcche (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nKirwa &#8211; Kirchweih<\/p>\n<p><strong>L<\/strong><br \/>\nlaar &#8211; leer<br \/>\nlaare Hos\u00b4n &#8211; &#8222;leere Hose&#8220;, Ausdruck f\u00fcr einen Menschen, der keine Kraft oder kein Durchhalteverm\u00f6gen hat<br \/>\nL\u00e4tsch\u00b4n &#8211; missmutiger, ent\u00e4uschter oder griesgr\u00e4miger Gesichtsausdruck<br \/>\nLaiberl \u2013 eine Weste<br \/>\nLach \u0301n \u2013 Wasserlacke<br \/>\nLak \u0301l \u2013 ein gro\u00dfer Mann, Bursche<br \/>\nLamshaeider &#8211; geistig und oder k\u00f6rperlich tr\u00e4ger Mensch (sinngem\u00e4\u00df: Lammh\u00fctter, sieh auch Loamsieder))<br \/>\nlau amal (\u0259) \u2013 h\u00f6r auf, la\u00df das einmal sein<br \/>\nlau nau (\u0259) \u2013 lass nach,<br \/>\nLeftutti \u2013 Hanswurst, Depp<br \/>\nleinen &#8211; tauen, Beispiel: &#8222;Es leint da Schne\u00e4i.&#8220; = &#8222;Es taut der Schnee&#8220;<br \/>\nLeit\u00b4n &#8211; Feld, Wiese in Hanglage<br \/>\nLett\u00b4n &#8211; Dreck, Lehm; auch Schwei\u00df und Schmutz, der beim Arbeiten am K\u00f6rper\/Gesicht herunterl\u00e4uft<br \/>\nlesch\u00e4r &#8211; locker (aus dem Franz\u00f6sischen)<br \/>\nLett\u00b4ndatscher &#8211; Gummistiefel (Drecktreter)<br \/>\nletzding &#8211; neulich<br \/>\nliach\u00b4n &#8211; l\u00fcgen<br \/>\nLies&#8217;l \u2013 doppelte Ma\u00df Bier, 2 Liter<br \/>\nLietz\u00b4n &#8211; Tick, Angewohnheit, Neurose\u00a0 (siehe auch Schpucht&#8216; n)<br \/>\nLift\u00b4l (L\u00fcft\u00b4l) &#8211; L\u00fcftchen, Luftzug, die i oder \u00fc Ausprache ist eine Vermischung der beiden Vokale<br \/>\nLin\u00b4 &#8211; Leinen, Sackleinen, Sack<br \/>\nlin &#8211; durchgewetzt, durchgesesen, l\u00f6chrig, Beispiel: D\u00b4Hos\u00b4n is\u00b4lin = Die Hose ist durchgewetzt<br \/>\nLoahm &#8211; Lehm<br \/>\nLoamsieder &#8211; langsamer, bed\u00e4chtiger Mensch (w\u00f6rtl. Leimerhitzer)<br \/>\nLoarfa &#8211; Larve, auch Bezeichnung f\u00fcr Maske bzw. Faschingsmaske<br \/>\nLoas &#8211; Muttersau<br \/>\nLoatawog \u0301n \u2013 Leiterwagen, kleiner Holzziehwagen<br \/>\nLuarch &#8211; Loch (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nLuser \u2013 Ohren<br \/>\nLuser \u2013 Verlierer<br \/>\nlus\u00b4n &#8211; lauschen, &#8222;die Ohren spitzen&#8220;<\/p>\n<p><strong>M<\/strong><br \/>\nma\u00b4- mir<br \/>\nMaalaff (\u0259) \u2013 Maulaffe<br \/>\nMadl &#8211; M\u00e4dchen (sieh auch Moidl), wird lokal unterschiedlich benutzt<br \/>\nManer \u2013 M\u00e4nner<br \/>\nmang &#8211; morgen (Ostoberpfalz)<br \/>\nmal &#8211; einmal<br \/>\nma letter \u2013 mein Lebtag,<br \/>\nMaschin\u00b4 &#8211; Maschine, beim Kartenspiel Watt\u00b4n drei Tr\u00fcmpfe (Max, Belle, Soach) in einer Hand<br \/>\nMaschkerer \u2013 der\/die Maskierten (im Fasching)<br \/>\nMax &#8211; Spielkarte Herz K\u00f6nig und h\u00f6chster Trumpf der sog. &#8222;Kritisch\u00b4n&#8220; beim Watt\u00b4n<br \/>\n(siehe auch Belle, Bise, Soach, Haut, Maschin\u00b4, Schloch)<br \/>\nMetz \u0301n \u2013 alte Ma\u00dfeinheit f\u00fcr einen Korb voll (etwa 30 Pfund), zum Beispiel: Kartoffeln<br \/>\nm\u00e4i\u00b4n &#8211; m\u00fcssen<br \/>\nmicherd &#8211; &#8222;m\u00f6chtend&#8220;, gemocht sein; Umschreibung f\u00fcr Person oder Sache, die man gern hat<br \/>\nMilchscheck &#8211; L\u00f6wenzahnbl\u00e4tter<br \/>\nMistkral &#8211; siehe Kral (vgl. auch Sauzahn)<br \/>\nMoa &#8211; Mann (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nMoad \u2013 Magd (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nMog\u00b4ntrazerl &#8211; kleine Vorspeise, kleines Essen; eine zu kleine, den Magen neckende Mahlzeit<br \/>\nMoidl \u2013 M\u00e4dchen (Einzahl)<br \/>\nmoing \u2013 morgen (mittlere Oberpfalz)<br \/>\nMoila (\u0259), Moidln \u2013 M\u00e4dchen (Mehrzahl)<br \/>\nMuhackl &#8211; Unh\u00f6flicher, wortkarger, abweisender Mensch<\/p>\n<p><strong>N<\/strong><br \/>\nNadere &#8211; N\u00e4herin<br \/>\nNaotfick\u00b4l (\u0259) &#8211; knausriger Mensch; Jemand, der etwas billig mitnimmt; &#8222;Aus der Not heraus gefickt&#8220;<br \/>\nnasch &#8211; verr\u00fcckt, n\u00e4rrisch (siehe auch damisch)<br \/>\nnatz\u00b4n &#8211; schlafen<br \/>\nnau \u0301 (\u0259) \u2013 nach, danach, dann, denn<br \/>\nnauche (\u0259) \u2013 nach<br \/>\nnauschir \u0301n (\u0259) \u2013 nach sch\u00fcren, zum Beispiel: Holz nach sch\u00fcren<br \/>\nne\u00e4ichter (e\u026a) &#8211; n\u00e4her<br \/>\nNe\u00e4icht\u00b4n (e\u026a) &#8211; N\u00e4he<br \/>\nNeid\u00e4ider (e\u026a) &#8211; Person, die n\u00f6tigt oder nervt<br \/>\nNe\u00e4idoarsch (e\u026a), auch Noutoarsch \u2013 w\u00f6rtlich: Notarsch. Einer, der andere Menschen n\u00f6tigt\/anbettelt, Geizkragen<br \/>\nner \u2013 nur<br \/>\nneam\u00b4d &#8211; niemand<br \/>\nneamats &#8211; niemand<br \/>\nniad, niat (\u0259) \u2013 nicht<br \/>\nNoat &#8211; Nacht (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nNoicherlzutzler \u2013 einer, der die Bierreste austrinkt (eher niederbayrisch)<br \/>\nNu\u00dfgack\u00b4l &#8211; Eichelh\u00e4her (Vogelart)<br \/>\nnusch\u00b4ln &#8211; undeutliches, verschwommenes Reden<\/p>\n<p><strong>O<\/strong><br \/>\noaber \u0301n &#8211; arbeiten<br \/>\nOarbert &#8211; Arbeit<br \/>\nOahr (\u0259) &#8211; Ei<br \/>\nOar &#8211; Ohr<br \/>\nOa\u00b4sch &#8211; Arsch, Hinterteil<br \/>\noaschichtig \u2013 einschichtig, Single<br \/>\no\u00b4habich &#8211; aufdringlichobacht \u2013 pa\u00df auf<br \/>\nobeidl\u00b4n &#8211; frieren, absch\u00fctteln &#8222;mi\u00b4 beidlts o\u00b4&#8220; = &#8222;ich friere&#8220;<br \/>\no\u00b4g\u00b4rantzt \u2013 abgeranzt, ausgelaugt, \u201eabgefuckt\u201c. Bild: Fuchs ist im Fr\u00fchjahr nach der Paarungszeit abgeranzt<br \/>\nOhrwasch\u00b4l &#8211; Ohr<br \/>\nOh weia (\u0259) \u2013 Oh weh<br \/>\noiche \u2013 hinunter<br \/>\nOichkatzlschwoaf \u2013 Eichk\u00e4tzchenschwanz<br \/>\noid &#8211; alt<br \/>\nOimer \u2013 Eimer<br \/>\noimal &#8211; einmal<br \/>\no leck &#8211; Im Sinne &#8222;Ach leck mich doch&#8220;. Emotionaler Ausruf = Das glaub ich nicht, stimmt das wirklich?<br \/>\n\u00d6rdba \u0301 (\u0259) \u2013 Kartoffeln (Beeren aus der Erde)<br \/>\noreidich &#8211; widerlich, ekelhaft<br \/>\noiselchter &#8211; dieselbigen, jene welche, auch diese<br \/>\nois &#8211; alles<br \/>\no \u0301trinken \u2013 antrinken<br \/>\nO \u0301wandt \u0301n \u2013 Ackerfurche<br \/>\nowe &#8211; hinab (siehe auch aoura)<br \/>\no \u0301zipft \u2013 beleidigt<\/p>\n<p><strong>P<\/strong><br \/>\nPfa\u00b4 \u2013 Pferd (Ostoberpfalz)<br \/>\npfennigguad &#8211; gut wie ein Pfennig (Geld), sehr gut<br \/>\nPfird (Pf\u00fcrd) \u0301 di \u0301 God \u2013 Beh\u00fct dich Gott, Abschiedsgru\u00df<br \/>\nPfingstl\u00fcmm\u00b4l &#8211; Pfingsl\u00fcmmel (Der am Pfingsfestmorgen am Morgen als letzter aus dem Bett kommt)<br \/>\nPfitscherpfeil \u2013 schneller Pfeil<br \/>\nPfloatsch&#8217;n (\u0259) \u2013 Langweiler, tr\u00e4ger Mensch, Tollpatsch<br \/>\nPfaotsch\u00b4n &#8211; Pfoten, umgangssprachlich oberp\u00e4lzisch f\u00fcr H\u00e4nde<br \/>\nPlempl \u2013 Plunder, Unrat<br \/>\nPopperl &#8211; Staubfusl (das u wird im bayrischen l\u00e4nger betont, als das kurze U bei Fussel), auch im Gebrauch als Kosename &#8222;Mei\u00b4 Popperl&#8220;<br \/>\nPorre \u2013 Lauch<br \/>\nPotschamperl &#8211; Bettschieber<br \/>\nPritsch&#8217;n \u2013 Liege der einfachen Art<br \/>\nPrack&#8217;l, Prack\u00b4l Mannsb\u00fcld \u2013 ein gestandenes Mannsbild<br \/>\nProtz &#8211; fette Kr\u00f6te (siehe auch: Grodl)<br \/>\nP \u0301schoi \u2013 eine Mitgabe von Essen nach einer Feier (zum Beispiel: Hochzeit, Beerdigung)<br \/>\nPulver &#8211; oberpf\u00e4lzischer Ausdruck f\u00fcr Geld<br \/>\nPutzhodern \u2013 Putzlappen<\/p>\n<p><strong>Q<br \/>\n<\/strong>Quasch &#8211; Spezi, Colamixgetr\u00e4nk<\/p>\n<p><strong>R<\/strong><br \/>\nRadi \u2013 Rettich<br \/>\nraff\u00b4n &#8211; raufen, sich pr\u00fcgeln<br \/>\nRanga &#8211; Abhang, Absch\u00fcssiger Hang<br \/>\nRampern &#8211; H\u00fcgel, auch Hornhauth\u00fcgelchen, z. B. an den Fingergelenken (siehe auch Rufern)<br \/>\nRampfterl \u2013 Brotende<br \/>\nrangeln &#8211; dr\u00e4ngeln, sto\u00dfen, raufen (Hauptwort: Gerangel)<br \/>\nRanga &#8211; kleiner Berghang<br \/>\nRankerl &#8211; Brotst\u00fcck<br \/>\nRaner \u2013 R\u00fcben (Mehrzahl)<br \/>\nRanger &#8211; H\u00fcgel, Anh\u00f6he<br \/>\nRanz\u00b4n &#8211; Bauch<br \/>\nraouch\u00b4ln\u00a0(\u0259) &#8211; \u00fcbertrieben arbeiten, zu viel arbeiten, zu lang arbeiten<br \/>\nratz\u00b4n &#8211; schalfen<br \/>\nRietscherl &#8211; Ortscheit; obpf. Bezeichnung f\u00fcr eines von den zwei kleineren Teilst\u00fccken der sog. Waage eines zweisp\u00e4nnigen Pferdefuhrwerks<br \/>\nRoutba \u0301 (\u0259) \u2013 Erdbeere, Erdbeeren<br \/>\nRatschkat\u00b4l &#8211; \u00dcberm\u00e4\u00dfig plaudernde, geschw\u00e4tzige Frau (\u00fcbertragen auch auf M\u00e4nner angewandt)<br \/>\nratsch \u0301n \u2013 plaudern, unterhalten<br \/>\nraidich &#8211; reudig, Beispiel: reudiger (= herrenloser) Hund<br \/>\nRegoisl &#8211; Eierschwammerl (Regensburg)<br \/>\nReitl &#8211; Beceknboden, Damm (S\u00fcdoberpfalz, Niederbayern), siehe auch Keitl<br \/>\nresch \u2013 knusprig<br \/>\nretour geb \u0301n \u2013 erwiedern<br \/>\nreuteln \u2013 einen umherliegenden Reisig mit einer Schnur oder einem Seil zusammenbinden<br \/>\nRitzbremse &#8211; Schnurrbart<br \/>\nRo\u00dfteischer \u2013 Ro\u00dft\u00e4uscher, einer der Pferde \u201eanschw\u00e4rzt\u201c und verkauft<br \/>\nRotzl\u00f6ff&#8217;l \u2013 Rotzl\u00f6ffel, Flegel<br \/>\nRog \u0301l, Roigl \u2013 T\u00fctte (Schwandorf und Ostoberpfalz)<br \/>\nroade Ruam (\u0259) \u2013 rote Beete<br \/>\nRuam (\u0259) \u2013 Karotte<br \/>\nRufern &#8211; verkrustete Verletzungsstelle auf der Haut<br \/>\nRunkl \u2013 gr\u00f6\u00dfere R\u00fcbe (Futterr\u00fcbe)<br \/>\nRuahsaload (\u0259) &#8211; Mitleid (Lauterachtaler Gegend)<\/p>\n<p><strong>S<\/strong><br \/>\nsam gocka &#8211; soviel wie, so als ob, unklar ob&#8230;, in der \u00dcberlegung ob&#8230;<br \/>\nSaudrack &#8211; Saubub, Lausbub (sieh auch: Drack)<br \/>\nSauzahn &#8211; Zweizackig gegabelter Rechen (wie zwei Schneidz\u00e4hne der Sau), um z. B. Kartoffeln aus der Erde zu holen oder \u00c4pfel vom Baum zu pfl\u00fccken (siehe auch Kral oder Mistkral)<br \/>\nSapalott \u2013 Ermahnung: \u201eJetzt reicht \u0301s\u201c oder als Respekt zollender positiver Zuruf<br \/>\ns\u00e4uchelt \u2013 abgestanden, sinngem\u00e4\u00df: Das Bier s\u00e4uchelt<br \/>\nschai &#8211; sch\u00f6n<br \/>\nSch\u00e4l\u00b4n &#8211; Schelle, Ohrfeige (siehe auch Watsch\u00b4n)<br \/>\nsch\u00e4ich &#8211; Ostoberpf\u00e4lzisch f\u00fcr schiach<br \/>\nSchaou (\u0259) &#8211; Schuh (Einzahl und Mehrzahl)<br \/>\nSchbucht\u00b4n &#8211; komische oder schlechte Angewohnheiten, Umst\u00e4ndlichkeiten<br \/>\nSchechern &#8211; Elstern (Vogelart, in der Mehrzahl beschrieben)<br \/>\nscheda, schedan &#8211; abgewetzt, Beispiel: schedane Hos\u00b4n = abgewetzte Hose (siehe auch: lin)<br \/>\nScheder\u00b4n &#8211; Erd\/Dreckbrocken an den Schuhsohlen<br \/>\nsche\u00e4ih (e\u026a) &#8211; sch\u00f6n<br \/>\nscheed &#8211; nur (Waldm\u00fcnchener Gegend)<br \/>\nschepp\u00b4l\u00b4n &#8211; jemanden an den Haaren rei\u00dfen oder packen<br \/>\nScher, Scherwuller &#8211; Maulwurf<br \/>\nscherbratzert &#8211; mit groben ungeschickten H\u00e4nden ausgestattet<br \/>\nSches \u0301n \u2013 altes Auto, altes Gef\u00e4hrt<br \/>\nschiach &#8211; h\u00e4\u00dflich, unsch\u00f6n, schief<br \/>\nschiagl\u00b4n &#8211; schielen<br \/>\nSchiar\u00b4n &#8211; &#8222;Sch\u00fcre&#8220;, ein bestimmte (Sch\u00fcr-)Menge Holz f\u00fcr einen Brennofen<br \/>\nSchleich &#8211; Fussballschuhe mit verst\u00e4rkten Noppen an den Sohlen &#8211;<br \/>\nSchliar\u00b4n &#8211; Dreckspur, Dreckstreifen, auch Kratzer auf der Haut<br \/>\nSchloch &#8211; Schlag, beim Kartenspiel Watt\u00b4n, die Ansage der Zahlenkarte (z. B. Achter, Neuner&#8230;), die alle anderen Karten sticht\/\u00fcbertrumpft, (siehe auch Max, Belle, Bise, Haut, Maschin\u00b4)<br \/>\nschloifern &#8211; schlurfen, auch schl\u00fcpfen, z. B. eineschloifern = hineinschl\u00fcpfen<br \/>\nSchlonz &#8211; Geschlonze, Siffe, Schleim, Drecksbr\u00fche<br \/>\nschmadern &#8211; reden, ratschen<br \/>\nSchm\u00e4icherl &#8211; kleiner Grasb\u00fcschel<br \/>\nSchm\u00e4icherlb\u00f6lzer = kleiner, d\u00fcnner, ausgemergelter Mensch<br \/>\nSchn\u00e4i &#8211; Schnee<br \/>\nSchn\u00e4iwacht\u00b4n &#8211; Schneewehe<br \/>\nSchnaid &#8211; Mut<br \/>\nschneib\u00b4n &#8211; schneien, es schneibt = es schneit<br \/>\nSchnaderh\u00fcpf \u0301l \u2013 Vierzeiliger Volksgesang zur Unterhaltung und Belustigung<br \/>\nschnechern &#8211; kosten, probieren<br \/>\nSchniling \u2013 Schnittlauch<br \/>\nSchnoderer &#8211; Jemand, der dauernd redet<br \/>\nSchnoitling &#8211; kleiner Lump<br \/>\nSchnudern &#8211; Schnauze<br \/>\nSchoas &#8211; Furz<br \/>\nSchoit \u0301n \u2013 Borke, Rinde, auch angetrocknetes Nasensekret (Popel)<br \/>\nSchoit \u0301nkaich \u0301l (\u0259) \u2013 Scheitenk\u00fccherl, Ein nicht rundes K\u00fccherl<br \/>\nSch\u00f6l &#8211; Schule (Schnaittenbacher Gegend)<br \/>\nSchpotz &#8211; Spatz (Vogelart)<br \/>\nschpreidern \u2013 in alle Richtungen spritzen<br \/>\nSchpringinkerl &#8211; nerv\u00f6ser, schlacksiger Menschentyp<br \/>\nSchpucht\u00b4n &#8211; Angewohnheit, Gewohnheit, Art und Weise etwas zu tun, eher im ungew\u00f6hnlichen oder umst\u00e4ndlichen Sinn (siehe auch Liz\u00b4n)<br \/>\nSchpui \u2013 Spiel<br \/>\nschtad \u2013 still, ruhig<br \/>\nschtampern &#8211; schimpfen, auch zamschtammpern = zusammen schimpfen<br \/>\nSchtauer\u00b4n &#8211; Staude, Dickicht<br \/>\nSchtaunz\u00b4n &#8211; Haare<br \/>\nSchtaunz\u00b4n &#8211; M\u00fccke, Stechm\u00fccke<br \/>\nSchter \u2013 ein Cubikmeter Holz<br \/>\nSchtiag \u0301n \u2013 Treppe<br \/>\nschtia\u00b4n &#8211; starren<br \/>\nschtich\u00b4ln &#8211; hinspitzen, jemanden anstacheln, jemanden anstreiten, anmachen (siehe auch hachl\u00b4n)<br \/>\nSchtod &#8211; Stadt<br \/>\nSchtoderer \u2013 Ein in der Stadt Lebender, keiner vom Land<br \/>\nSchtodtfrack \u2013 &#8222;Stadtfrack&#8220;, eher abwertende Bezeichnung der Landbev\u00f6lkerung f\u00fcr die Stadtleute, welche im Frack daher stolzieren<br \/>\nSchtodl \u2013 Stall<br \/>\nschtopeln &#8211; &#8222;auf das Stoppelfeld gehen und nach liegengebliebenen Kartoffeln der letzten Ernte suchen&#8220;<br \/>\nScht\u00f6ll &#8211; Stuhl, auch Stelle, Platz<br \/>\nSchtoll &#8211; Stall<br \/>\nschtrawanz&#8217;n \u2013 herum spazieren (eher im Sinn, Herumgehen und nach Unfug Ausschau halten)<br \/>\nSchtukara (\u0259) \u2013 St\u00fcck, Beispiel: Schtukara achte = acht St\u00fcck<br \/>\nschuckern &#8211; schaukeln, sch\u00fctteln<br \/>\nschudd\u00b4ln &#8211; etwas unsauber ausf\u00fchren oder umst\u00e4ndlich in die L\u00e4nge ziehen, unn\u00f6tig lange arbeiten<br \/>\nSchupfa\/Schupf\u00b4n &#8211; Schuppen, Laube, kleines H\u00e4uschen<br \/>\nschwall\u00b4n &#8211; rauchen und trinken im gen\u00fc\u00dflichen, berauschenden Sinn<br \/>\nSchwoarzba\u00b4 (\u0259) &#8211; Blaubeeren<br \/>\nSeichten \u2013 die seichte Stelle im Flu\u00df, Furt<br \/>\nSeidl &#8211; Eine Halbe Bier (0,5 Liter)<br \/>\nSeier &#8211; leichter Rausch, Schwips, z. B. Nachmittagsseier, wenn schon Mittags Bier getrunken wird, siehe auch beianand, Flederer, Haich, Hefer\u00b4n, Zinterer<br \/>\nSelch, S\u00f6lch &#8211; R\u00e4uchern. Am Dachboden wird ein eigenes Kaminrohr vom Hauptkamin in die sog. S\u00f6lchkammer umgelenkt. In der S\u00f6lchkammer h\u00e4ngen die gep\u00f6kelten Fleischteile und W\u00fcrste vom letzten Schlachten an Hacken oder Stangen frei in der Luft. Im Hauptofen darf in der S\u00f6lchzeit keine Kohle, sondern nur erlesenes Holz (z. B. Birke) gesch\u00fcrt werden. In der S\u00f6lchkammer befindet sich ein kleines Abzugfenster, welches den Rauch wieder nach au\u00dfen ziehen l\u00e4\u00dft. Nach einigen Wochen wird das zus\u00e4tzliche Kaminrohr und meist auch die Bretterw\u00e4nde der S\u00f6lchkammer wieder abgebaut. Die ges\u00f6lchten Fleischteile und W\u00fcrste h\u00e4ngen oft das ganze Jahr \u00fcber auf dem Dachboden und werden nach Bedarf verwertet. (siehe auch Sur)<br \/>\nServus, Ser \u0301s \u2013 Gru\u00df oder Abschiedswort unter Freunden<br \/>\nseuchen &#8211; Urin ablassen, wiseln<br \/>\nsiefern \u2013 sinngem\u00e4\u00df: \u201ees siefert\u201c, es regnet leicht<br \/>\nSitzweil \u2013 ein gem\u00fctliches Beisammensitzen<br \/>\nSoach &#8211; Spielkarte Eichel 7, dritth\u00f6chster Trumpf der sog. &#8222;Kritisch\u00b4n&#8220; beim Watt\u00b4n<br \/>\n(siehe auch Max, Belle, Bise, Haut, Maschin\u00b4, Schloch), regional unterschiedlich auch Bise genannt<br \/>\nSoachbach&#8217;l \u2013 Pissbach<br \/>\nSoafa &#8211; Seife<br \/>\nsodern &#8211; daherreden; reden, das die Zuh\u00f6rer nervt; reden, um des Redens willen<br \/>\nsolchterne \u2013 solche<br \/>\nS\u00f6l &#8211; Seele<br \/>\ns\u00f6lmals &#8211; ehemals (siehe auch \u00e4ihermals)<br \/>\nStranitz\u00b4n &#8211; Papiert\u00fcte<br \/>\nSuck\u00b4l &#8211; kleines Schwein, Ferkel<br \/>\nSulz &#8211; Ein in Gallertmasse (Aspik) eingelegtes Gem\u00fcse und\/oder Fleischgericht<br \/>\nSummerleit\u00b4n &#8211; Sommerhang, Hang in der Sonnenlage (siehe auch Leit\u00b4n)<br \/>\nSur &#8211; P\u00f6keln. Die Sur oder das Suren ist ein Vorgang nach dem Schlachten (vorzugsweise dem Schweinschlachten am Jahresanfang). In einem gro\u00dfen Holzfa\u00df werden die einzelnen Fleischteile in ein mit Salz und Kr\u00e4utern durchsetztes Wasser eingelegt. Das Ganze wird oben mit einem Holzdeckel und mit schweren Steinen abgedeckt. Beim Suren wird das Fleisch \u00fcber mehrere Wochen geschmacklich aufgewertet und vor allem haltbar gemacht. (Siehe auch Selch).<\/p>\n<p><strong>T<\/strong><br \/>\nTaberer, Tawerer, Daberer \u2013 die Taubenhalter, Taubenz\u00fcchter, auch Bezeichnung f\u00fcr die m\u00e4nnliche Taube.<br \/>\nTalarsoachl &#8211; Schimpfwort f\u00fcr Geistliche im Ordensgewand (siehe auch: Kuttenbrunzer)<br \/>\ntalkert &#8211; verkalkt<br \/>\nTeifelsgeig \u0301n \u2013 Teufelsgeige, Oberpf\u00e4lzer Schlaginstrument aus Holzpfahl, Schnur, Schelle und Blechkiste<br \/>\nTipfer \u0301l \u2013 T\u00f6pfchen, kleines Gef\u00e4\u00df, ein kleiner Punkt,<br \/>\nBeispiel: das i Tipfer \u0301l<br \/>\ntramhappert \u2013 vertr\u00e4umt, noch nicht richtig wach<br \/>\nTramp\u00b4l &#8211; &#8222;Ein Trampelnder&#8220;; Lauter, grober, unh\u00f6flicher, ungeschickter Mensch<br \/>\ntratz\u00b4n &#8211; necken, piesacken<br \/>\nTreibauf &#8211; getriebener Mensch, unruhiger Geist<br \/>\ntriker\u00b4n &#8211; trocknen<br \/>\nTroch \u2013 Wanne (siehe auch Zuber)<br \/>\nTroi &#8211; Getreide (Sch\u00f6nseer Gegend)<br \/>\nTroid \u2013 Getreide, Beispiel: das Troid einfahren<br \/>\nTschampsterer &#8211; Liebhaber, Geliebter, Bettgenosse &#8222;H\u00fcpferer&#8220; (siehe auch Haberer)<\/p>\n<p><strong>U<\/strong><br \/>\nUiala &#8211; staunender Ausruf<br \/>\numanand (\u0259) \u2013 umher<br \/>\nungwampert \u2013 unbeholfen<\/p>\n<p><strong>V<\/strong><br \/>\nverhunzt \u2013 verschandelt, versaut, durch unsachgem\u00e4\u00dfe Behandlung besch\u00e4digt<br \/>\nverdaou (\u0259) \u2013 vertan, \u201eich habe mich vertan\u201c, gebr\u00e4uchlich auch als &#8222;verdaou&#8220; im Sinne des Liebesspiels zweier Menschen<br \/>\nvalaua (\u0259) \u2013 sich auf jemanden verlassen<br \/>\nvire &#8211; vor, nach vorn<br \/>\nVirhang &#8211; Vorhang, Vorh\u00e4nge<br \/>\nvorfern &#8211; vorletztes Jahr (siehe auch: fern)<br \/>\nVrecka &#8211; &#8222;Verreckter&#8220; (Schimpfwort), Beispiel: &#8222;De\u00e4i Vreka, de\u00e4i elendiglichen&#8220;<br \/>\nVreckerl &#8211; Verniedlichungsform von &#8222;Vrecka&#8220;<br \/>\nvreck\u00b4n &#8211; sterben, verrecken<\/p>\n<p><strong>W<\/strong><br \/>\nWachertoch &#8211; Die Werktage<br \/>\nw\u00e4armmern &#8211; wimmern (Nord- und Ostoberpfalz)<br \/>\nWackerl \u2013 Liebchen, Br\u00f6tchen mit Schlitz, auch Vagina<br \/>\nWad\u00b4lbeiser &#8211; &#8222;Einer, der in die Wadeln bei\u00dft&#8220;, d. h. der nicht nachl\u00e4\u00dft, nicht aufgibt, in seinem Anliegen unnachgiebig ist<br \/>\nWammerl &#8211; Bauchspeck, Bauschfleisch<br \/>\nwampert &#8211; dickb\u00e4uchig<br \/>\nWamp\u00b4n &#8211; dicker Bauch<br \/>\nWatt\u00b4n &#8211; Oberpf\u00e4lzer Kartenspiel (sieh auch Belle, Soach\/Bise, Max, Haut, Maschin\u00b4, Schloch)<br \/>\nWatsch \u0301n \u2013 Ohrfeige<br \/>\nWei \u2013 Frau<br \/>\nWeibl, Weiberl &#8211; Frauchen<br \/>\nWeinbeerl\u00b4n &#8211; Rosinen<br \/>\nwe\u00e4i (e\u026a) \u2013 wie?<br \/>\nwepsert &#8211; nerv\u00f6s, zittrig, unruhig, ungeduldig<br \/>\nwief &#8211; schlau<br \/>\nWildbrat \u2013 Wildbrett<br \/>\nWinslbritsch \u0301n \u2013 \u201eHeulsuse\u201c, auf eine weinerlich Frau oder ein M\u00e4dchen bezogenes Schm\u00e4hwort, auch Schimpfwort f\u00fcr einen \u00fcbertrieben gef\u00fchlsbetonten S\u00e4nger oder S\u00e4ngerin<br \/>\nWirm &#8211; W\u00e4rme<br \/>\nWo! &#8211; kurz gesproches O, als verst\u00e4rkender Zusatz am Ende eines Satzes, z. B. &#8222;Kennst du des niat, wo?&#8220; = &#8222;Kennst du das wirklich nicht&#8220;. Eher gebr\u00e4uchlich im \u00d6stlichen und Nord\u00f6stlichen Oberpf\u00e4lzer Raum. Alternativ dazu steht das &#8222;Ha&#8220; (\u0259).<br \/>\nwoisl \u0301n \u2013 heulen, weinen<br \/>\nwoist \u2013 wei\u00dft (du), oft im Zusammenhang gebraucht: \u201eWoist scho \u0301 \u2013 Wei\u00dft du schon\u201c?<br \/>\nwouh (\u0259) \u2013 wo?<br \/>\nW\u00fcrschbaum &#8211; Balken zum Zusammenziehen des Reisigs, der oben aufdr\u00fcckt wird, incl. einer Schnur<br \/>\nwuarl\u00b4n &#8211; emsig mit den Fingern eine Kleinarbeit verrichten, w\u00fcllen, kruschen<br \/>\nWusala &#8211; kleine, junge Enten<br \/>\nwusl\u00b4n &#8211; nerv\u00f6s herumsuchen oder herumkramen (\u00e4hnlich wuarl\u00b4n)<br \/>\nwurscht &#8211; egal, gleich<br \/>\nWuzagackl &#8211; Schreckgestalt, Gnom, Kinderschreck<\/p>\n<p><strong>X<\/strong><\/p>\n<p><strong>Y<\/strong><\/p>\n<p><strong>Z<\/strong><br \/>\nzach &#8211; z\u00e4h<br \/>\nzagl\u00b4n &#8211; ziehen, beisen, herunterbeisen<br \/>\nzama (\u0259), zam \u2013 zusammen<br \/>\nzambrenna &#8211; &#8222;zusammenbrennen&#8220;, sich besaufen<br \/>\nZamperl &#8211; kleines Wesen, kleiner Mensch, schm\u00e4chtiges Kind<br \/>\nzapp\u00b4nduster &#8211; stockdunkel<br \/>\nzau \u0301dir \u2013 zaun(-latten)d\u00fcrr, sehr d\u00fcnn<br \/>\nZecherer &#8211; Beutel<br \/>\nzerdetscht &#8211; zerdr\u00fcckt (sihe auch eid\u00e4tscht)<br \/>\nZeferl \u2013 zarter, zerbrechlicher, d\u00fcrrer Mensch, kleines Wesen, Ding<br \/>\nzefix \u2013 verflixt nochmal (Fluchspruch)<br \/>\nz\u00b4erscht &#8211; zu erst<br \/>\nzindl&#8217;n &#8211; z\u00fcndeln, mit dem Feuer spielen<br \/>\nZinterer &#8211; Rausch, siehe auch beianand, Flederer, Haich, Hefer\u00b4n, Seier<br \/>\nZoigl &#8211; Kommunal gebrautes Bier, nach gemeinsam genutztem Braurecht, das an genau festgelegten Tagen in dem jeweiligen Privathaus oder auch einer Gastst\u00e4tte ausgeschenkt wird. Angezeigt durch den am Haus angebrachten Zoiglstern. \u00c4lteste Tradition im Raum Eslarn bis Mitterteich<br \/>\nZuber \u2013 Wanne aus Holz, zum Beispiel: Waschschober\/zuber (Wanne zum W\u00e4sche waschen)<br \/>\nZ\u00fcll\u00b4n &#8211; Ruderbott (Vilstal)<br \/>\nzutz\u00b4ln &#8211; saugen<br \/>\nZwadschgara &#8211; Kind, kleines Kind, kleinw\u00fcchsiger Mensch, Zwerg (Einzahl und Mehrzahl)<br \/>\nZwett\u00b4n &#8211; Durcheinander<br \/>\nZwiderwurz&#8217;n \u2013 widriger, verh\u00e4rmter Mensch<br \/>\nZwiefel &#8211; Zwiebel<br \/>\nZwick\u00b4l &#8211; Zwei Euro (fr\u00fcher D-Mark) M\u00fcnze<br \/>\nZwurtschgerl &#8211; Zwerg, kleines WesenQ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oberpf\u00e4lzer W\u00f6rter und Ausdr\u00fccke, gesammelt vom Vilswanderer Der Oberpf\u00e4lzer Dialekt ist wie auch alle anderen Dialekte regional bezogen und Sprachverschiebungen finden manchmal schon innerhalb nur weniger Kilometer Entfernung von einem Dorf zum anderen statt. Ein vollst\u00e4ndiges W\u00f6rterbuch des Oberpf\u00e4lzischen zu erstellen scheint mir ein fast unm\u00f6gliches Anliegen, kann es doch immer nur regional bezogene Anspr\u00fcche [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"templates\/template-full-width.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-20","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/20","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=20"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/20\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2836,"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/20\/revisions\/2836"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vilswanderer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=20"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}